Aus Hessen nach Oberschwaben

Die Ravensburg Razorbacks freuen sich die Verpflichtung von Jeremy Conley bekannt geben zu können. Der 28 Jahre alte Linebacker aus Jackson / Tennessee spielte zunächst in der halbprofessionellen GDFL für die Haywood Crusaders und die Tennessee Cyclones, bevor er 2018 in die GFL2 zu den Wiesbaden Phantoms wechselte.

In seinem ersten Jahr in der GFL2 machte der 1,89cm große Defense Spieler es unter anderem auch den Footballern vom TSB Ravensburg schwer und schloss die Saison als bester Tackler der Liga ab. Kein Wunder also, dass sich die Phantoms auch 2019 um Conley bemühten. Auch in seinem zweiten Jahr wusste er zu überzeugen und hatte unter anderem mit sechs Tackles und zwei Sacks einen wesentlichen Anteil an einer von nur zwei Niederlagen der Ravensburg Razorbacks 2019.

2020 stand Conley nun auf dem Wunschzettel der Razorbacks und Oliver Billstein konnte ihn schließlich in die Turmstadt lotsen. „In den letzten zwei Jahren konnten wir uns hautnah von Jeremys Qualität auf dem Feld überzeugen. “ so Billstein über seinen neuen Spieler „Außerdem haben wir ihn sowohl neben dem Platz, als auch in unseren Gesprächen als absoluten Teamplayer kennengelernt“

Conley ist damit eine der ersten Stellschrauben vom neuen Headcoach Fandert, welcher schon sehr frühzeitig in die Entscheidungsfindung involviert wurde. „Jeremy passt perfekt in das Defense System, welches wir 2020 etablieren wollen.“ freut sich der neue Headcoach über seinen neuen Linebacker.

Der Vorverkauf beginnt…

… ab 09:00 Uhr am 14.12.2019 könnt ihr eure Dauerkarten für die Saison 2020 bei unserem Partner Musikhaus Lange GmbH & Co. KG in Ravensburg erwerben!!!
Für Dauerkartenbesitzer mit festem Sitzplatz die sich bei uns per Mail gemeldet haben sind die Karten wie immer auf ihren Namen hinterlegt.
Natürlich gibt es zusätzlich auch wieder Dauerkarten ohne festem Sitzplatz 😉
Und für alle von euch, die es schon nicht mehr erwarten können die Jungs endlich wiederzusehen… kommt doch einfach am Samstag den 14.12.2019 ab 07:00 Uhr zur Die Johanniter Oberschwaben/ Bodensee Weihnachtstrucker Aktion nach Baienfurt.
Auf diesem Weg möchten wir uns auch noch einmal recht herzlich für Eure Unterstützung bedanken. Unglaublich wie Ihr uns, bzw. das Team unterstützt habt.
Wir freuen uns auf eine spannende 1. Liga Saison 2020 mit Eurer Unterstützung.

ONE TEAM – ONE TARGET – WE ARE RAZORBACKS

Wir bitten um Beachtung, dass zur neuen Saison die Eintrittspreise, als auch die Preise für die Dauerkarten angepasst werden. Dauerkarte mit Sitzplatz: € 80,00 / für Mitglieder im Förderverein der Ravensburg Razorbacks e.V. € 75,00 (pro Mitgliedschaft eine vergünstigte Karte) – Dauerkarte OHNE Sitzplatz: € 50,00

Ravensburg Razorbacks stellen Headcoach vor

2019 war ein bemerkenswertes Jahr für die Ravensburg Razorbacks. Kurz vor der Saison verließ der Headcoch John Harper das Team und der sportliche Leiter der Ravensburger Oliver Billstein übernahm das Team. Zusammen mit Offense Line Coach Leo Grenz standen damit zu Beginn der Saison nur zwei Coaches während der ersten Spiele an der Seitenlinie der Razorbacks und sahen sich Trainerteams von teilweise mehr als 10 Personen gegenüber. Diese Unruhe kurz vor Saisonbeginn merkte man den Oberschwaben in den ersten Saisonspielen an und so konnten die Razorbacks die ersten Spiele nicht so souverän wie gewünscht gestalten. Dennoch stabilisierte sich das Team im Saisonverlauf, einzelne Spieler übernahmen Verantwortung als Spielertrainer und zudem wurde mit Kurtis Ovesen ein weiterer Coach für den Defense verpflichtet. Das Resultat ist bekannt und die Ravensburger schafften das unglaubliche und wurden nicht nur Meister der GFL2 Süd, sondern setzten sich trotz der schwierigen Umstände auch gegen die Kirchdorf Wildcats durch und spielen somit 2020 in der GFL1.

Auch unter den Eindrücken des größten Erfolgs der Vereinsgeschichte war den Verantwortlichen sehr früh klar, dass für einen erfolgreichen Start in die GFL1 das Trainerteam anders gestaltet werden muss. Auf Grund dessen wurden schon kurz nach der Meisterschaft Gespräche mit Oliver Billstein über das Jahr 2020 geführt. In den Gesprächen bekannte sich Billstein sehr schnell deutlich zu den Razorbacks, wollte jedoch aus Rücksicht auf seine Familie nicht weiterhin eine Doppelrolle einnehmen, sondern sich voll auf die sportliche Leitung konzentrieren. „2019 war eine unglaublich spannende und intensive Erfahrung für mich als Trainer. Vor allem will ich mich bei der Abteilungsleitung und dem Team für das entgegen gebrachte Vertrauen und bei den Fans für die unglaubliche Unterstützung im Stadion bedanken“ so Billstein rückblickend. „Ich bin mir aber sicher, dass ich die Razorbacks am besten als sportlicher Leiter unterstützen kann und zusammen mit einem neuen Headcoach Großes erreichen werden“ begründet Billstein seinen Rücktritt.

Seinen Worten ließ Billstein auch direkt nach der Aufstiegsfeier Taten folgen und begab sich auf die Suche nach einem möglichen neuen Headcoach. Knapp sechs Wochen später haben die Ravensburger ihren Wunschkandidaten gefunden und können die Verpflichtung von Sebastian Fandert verkünden. Der 32-jährige gebürtige Dresdner wechselt zum 01.01.2020 von den Luzern Lions aus der ersten Schweizer Liga in die Turmstadt und wird die Position des Headcoaches und Defensive Koordinators übernehmen.

Trotz seines geringen Alters kann Fandert schon auf eine große Erfahrung bei verschiedenen Teams zurückblicken. Unter anderem betreute er 2011 das Special Team des amtierenden deutschen Meisters aus Braunschweig und machte 2016 die Verteidigung der Pribram Bobcats zur Besten der ersten tschechischen Liga. Das hat auch dazu geführt, dass Fandert seit 2018 auch die tschechische Nationalmannschaft als Headcoach betreut. Insgesamt bekleidete Fandert schon Trainerpositionen in den ersten Ligen der Schweiz, Tschechien, Österreich, Dänemark und Deutschland. Neben seinen Erfahrungen in Europa kann Fandert auch auf Coaching Station in den USA vorweisen. Von 2012 bis 2016 vertiefte er seine Kenntnisse an der Eagle Point High School und am Westminster College in Fulton und konnte sogar an einem Coaching Internship an der renommierten OleMiss Universität teilnehmen. Ab 2020 will er nun mit den Ravensburg Razorbacks in der GFL1 angreifen.

„Schon während der ersten Gespräche überzeugte uns seine Ideen nicht nur für die erste Mannschaft, sondern auf für die ganze Organisation von Jugendteams und zweiter Mannschaft“ freut sich Billstein über die Verpflichtung. Auch Fandert freut sich über seine neuen Aufgaben. „Natürlich wird die GFL1 eine andere Herausforderung als die GFL2 und wir werden hart an uns arbeiten müssen“ so der neue Headcoach über die kommenden Herausforderungen „aber die Razorbacks und ich hatten von Beginn an die gleichen Ideen für die Organisation und das GFL Team. Außerdem wurde in den letzten Jahren gut gearbeitet, so dass wir heute schon eine erstklassige Infrastruktur haben, auf die wir nun zurückgreifen können.“  Überzeugt haben dürften Fandert auch die Erzählungen über die Spieltage und die Fans der Razorbacks von Spieler Nic Haritonenko, welchen Fandert schon vom Jugendfootball der Dresden Monarchs kennt, so dass er bei sich bei seinen Besuchen auch gleich die Heimspielstätte zeigen ließ.

Die Ravensburg Razorbacks wünschen dem neuen Headcoach einen gute Start und freuen sich auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit.

Foto: Florian Wolf

(das Nutzungsrecht für die Bilder kann käuflich erworben werden, eine anderweitige Nutzung ist nicht gestattet)

Razorbacks schaffen den Aufstieg in die GFL1

Die Reise begann vor gut 30 Jahren in der untersten Liga – am Sonntag feierten die Ravensburg Razorbacks den größten Erfolg ihres Bestehens und sicherten sich nach einem souveränen 58:34-Erfolg im Rückspiel der Relegation zur GFL1 Süd gegen die Kirchdorf Wildcats den Aufstieg in die höchste deutsche Spielklasse im American Football.

Und es war trotz des klaren Ergebnisses gegen die Wildkatzen vom Inn ein hartes Stück Arbeit für die Oberschwaben, die nach dem Schlusspfiff zwar erlöst schienen, die Arme nach oben rissen, sich in den Armen liegend den Riesenapplaus der knapp 2000 Zuschauer im Weingartener Lindenhofstadion entgegennahmen – aber vor allem eines waren: Erschöpft!

Eine lange Saison, die mit unerwarteten Hindernissen und zwei frühen Niederlagen begonnen hatte, fand ein glückliches Ende: Titel in der GFL 2 Süd verteidigt! Schon das hatte Substanz gekostet: Rückstand im Schwabenbowl gegen den Lokalrivalen Biberach Beavers aufgeholt und gewonnen, die Saarland Hurricanes im vorentscheidenden Spiel knapp bezwungen, letztlich auch die Straubing Spiders im Rückspiel in die Schranken gewiesen – fast jedes Spiel in der Rückrunde war ein Endspiel – und die Razorbacks hatten schlussendlich immer das bessere Ende für sich. Sie strauchelten, aber sie fielen nicht: Meister, wieder Meister!

Die Relegation hielt zwei weitere Endspiele bereit: Kirchdorf Wildcats – gegen die starken Bayern hatte es schon manch hartes Gefecht gegeben – und meist hatten die Wildcats ihre Nase vorn. Die Relegation 2018 verloren die Razorbacks deutlich gegen die Stuttgart  Scorpions…reichte die Kraft 2019? Ja, mehr als das: In zwei starken Spielen gegen Kirchdorf zeigten die Razorbacks vor allem eines: Mentalität! Der Wille war groß, auch Rückschläge wie Fehler und Strafen wurden weggesteckt – und am Ende zwei unerwartet deutliche Siege davongetragen: Mit insgesamt 98:62 hielten sie die Wildcats auf Distanz.

Dabei hatten die Razorbacks immer die bessere Antwort: Kirchdorf ging vom Start weg nach nicht einmal einer Minute in Führung – Ravensburg antwortete nicht nur mit einem Kick-off-return-Touchdown, sondern legte mit weiteren Touchdowns zum 25:7 Zwischenstand nach. Bis Mitte des 2. Viertels lief alles für die Oberschwaben: Fumble Andrecus Lindley? Macht nix, 3 Spielzüge später machte DB Elias Eisele den Patzer seines Runningbacks wieder wett.

Drohte in der Defense eine Lücke aufzugehen, stand einer da und stopfte sie. Wackelte in der Offense eine Waffe, stand die nächste parat und sorgte für Raumgewinn – dabei zeigte QB Garrett Dellechiaie, dass er doch immer irgendwie eine Lösung fand, wie er den Ball nach vorne bringen kann. Die Wildcats verzweifelten fast – gaben aber nicht auf und konterten ihrerseits gleich mit zwei Touchdowns. Sekunden vor der Pause verkürzten sie auf 37:20 und legten gleich nach dem Wechsel nach: Nur noch 37:27. Der Ravensburger Vorsprung war auf insgesamt 22 Punkte geschmolzen und die Ravensburger wackelten – aber nicht lange!

Wieder hatten die Gastgeber die besseren Antworten und setzten schonungslos nach: Dellechiaies Pässe, Lindleys Läufe, eine wacker und unermüdlich blockende O-Line, dazu ein aufmerksames Defensive Backfield… in Summe zog das den Wildcats letztlich den Zahn: Auf 58:27 zogen die Razorbacks davon, kontrollierten die letzten Minuten und sicherten den Sieg. Aufstieg! Ein Erfolg, den im Lindenhofstadion kaum jemand fassen konnte – der Zweitligist hat es geschafft und Oberschwaben hat erstmals ein Team in der GFL1.

Das entscheidene Spiel könnt ihr uns nochmals hier anschauen: Livestream

Foto: Florian Wolf

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Razorbacks machen den nächsten Schritt

Die Ravensburg Razorbacks sind dem Aufstieg in die German Football League Süd ganz nah. Im Relegations-Hinspiel gewannen die Razorbacks am Sonntag bei den enttäuschenden Kirchdorf Wildcats mit 40:28. Am Sonntag, 6. Oktober, können die Ravensburger im Lindenhofstadion in Weingarten den letzten und entscheidenden Schritt machen. „Wir sind zufrieden. Die Vorzeichen für das Rückspiel sind ganz andere als im letzten Jahr “, sagte Razorbacks-Abteilungsleiter Frank Kienzle nach der starken Leistung der Ravensburger in Kirchdorf. Bei den Wildcats geriet der GFL2-Süd-Meister aus Ravensburg zunächst stark in die Defensive. Schier endlose Minuten schafften es die Razorbacks nicht annähernd, die Mittellinie zu überqueren. Ganz anders die Kirchdorfer. Ihrem ersten Touchdown waren sie ganz nah. Doch gute Abwehrbeit der Razorbacks zwang sie zu einem Fieldgoal, das sie neben die Stangen setzten. Ganz offensichtlich war das das Signal an die Gäste aus Ravensburg, richtig loszulegen. Aus der Bedrängnis der eigenen Endzone im Rücken spielte Quarterback Garrett Dellechiaie einen kurzen Pass auf Andrecus Lindley – und der spurtete übers ganze Feld zur Razorbacks-Führung. Auch wenn der Zusatzpunkt vergeben wurde, waren Ravensburg jetzt voll und ganz im Spiel. Und Kirchdorf produzierte Fehler um Fehler. Der Erstligist kam überhaupt nicht mehr zurecht mit der Power der Razorbacks, die das Spiel jetzt schnell machten. Und sich auf Dellechiaie verlassen konnten. Dieser fand mit zwei langen Pässen erst Christian Steffani und Andreas Lo-Meo Engelbrecht in der Endzone, dazu gab es zwei Extrapunkte. Die Razorbacks führten plötzlich 21:0! Der Außenseiter! Was war denn hier los? So einiges, obwohl Kirchdorf sich nun langsam berappelte und über eine Kette an schönen Spielzügen durch Klaus Fischer erstmals in die Endzone kam. Doch prompt konterte Ravensburg wieder, wobei einem zweiten Touchdown Steffanis die Anerkennung verwehrt wurde, weil der zu ihm werfende Dellechiaie regelwidrig frei gesperrt worden war. So konnten sich die Wildcats glücklich schätzen, nur 7:21 zur Halbzeit hinten zu liegen.

Den ganzen Bericht findet ihr bei unserem Medienpartner schwaebische.de

Ein Interview am Tag nach dem Spiel von unserem Headcoach Oliver Billstein mit dem SWR könnt ihr euch hier anhören

Die Pressekonferenz nach dem Spiel findet ihr auf Facebook

Foto: Florian Wolf

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Die Meisterschaft war nur der erste Schritt

30:24 hieß es am Ende in Wiesbaden für die Ravensburg Razorbacks und alle Spieler, Trainer und mitgereisten Fans lagen sich glücklich in den Armen. Die Razorbacks hatten es geschafft. Nach der Meisterschaft im letzten Jahr hatten die Oberschaben die Titelverteidigung als Saisonziel ausgerufen.

Zu Beginn des Jahres lief auch alles nach Plan für die Razorbacks. Nach der bejubelten Verpflichtung des letztjährigen Meister Quarterbacks Garrett DelleChiaie konnte kurze Zeit später mit Coach John Harper ein erfahrener Trainer in die Turmstadt gelockt werden. Zudem war die Scouting Abteilung der Razorbacks sehr aktiv und der Kader formte sich recht zügig, so dass man voller Zuversicht in die Saisonvorbereitung startete.

Einen ersten Eindruck des Teams konnten sich über 3000 Fans beim Vorbereitungsspiel in Pfullendorf gegen die HSU Snipers holen. Zwar zeigte sich sehr schnell, dass die Snipers nicht auf GFL2 Niveau spielen aber dennoch das Spiel ein großer Erfolg. Doch kurz danach mussten die Ravensburger eine Hiobsbotschaft nach der anderen verkraften. Mit Martin Kreh und Sebastian Trabold verletzten sich zwei Offense Line Spieler im Spiel gegen Pfullendorf und mussten beide operiert werden. Zudem bat Eddrick Harris völlig überraschend um seine Vertragsauflösung, da er zu großes Heimweh hatte. Und als wäre das nicht genug verließ Head Coach John Harper eine Woche vor dem Saisonbeginn das Team aus persönlichen Gründen.

Wer konnte nach diesen Meldungen noch ernsthaft an eine Titelverteidigung glauben? Viele Teams wären spätestens nach dem Verlust des Head Coaches zerbrochen und hätten die ganze Saison abgeschrieben, beziehungsweise versucht Schadensbegrenzung zu betreiben. Doch die Razorbacks zeigten sich unbeeindruckt. Mit Oliver Billstein übernahm der sportliche Leiter der Oberschwaben die Rolle des Head Coachs und zudem wurden mit William Lloyd, Lukasz Krysztofiak und Jose Rafael Ariza Paredes kurzfristig die vakante Spielerpositionen neu besetzt.

Aber natürlich starteten die Razorbacks nicht besonders souverän in die Saison. Man merkte dem Team an, dass es sich neu finden musste und die neuen Spieler noch integriert werden mussten. Entsprechend verloren die Ravensburger nach zwei knappen Auswärtssiegen die ersten beiden Heimspiele gegen die Straubing Spiders und die Wiesbaden Phantoms. Dass der junge Head Coach trotz seiner vermeintlich geringen Erfahrung die richtigen Schlüsse ziehen kann und zudem den Rückhalt von seinem Team genießt, zeigten die Ravensburger beim Derby in Biberach. Mit 56:23 zerlegte man den bis dahin ungeschlagenen Nachbarn und meldete sich in der Liga zurück.

Beim Spiel in Biberach noch als Beobachter an der Sideline befand sich schon der neue Defensive Koordinator Kurtis Ovesen. Auch bei dieser Verpflichtung hatten die Ravensburger ein glückliches Händchen und so ließ die von Ovesen formierte Defensive im Spiel gegen den bis dahin ungeschlagenen und selbsternannten Top-Favorit Saarland Hurricanes nur 14 Punkte zu.

Spätestens jetzt hatte die Liga erkannt, dass die Ravensburger die Saison trotz aller Schwierigkeiten nicht herschenken wollten und weiterhin ihr Ziel der Meisterschaft verfolgten. Und egal wie die weiteren Spiele sich gestalteten, die Razorbacks verfolgten stur ihr Ziel der Titelverteidigung. Dabei zeigte sich immer mehr, was die Oberschwaben dieses Jahr so stark machte. War es bei der Meisterschaft 2018 noch vor allem eine sehr gute Offensive, ergänzten sich 2019 die einzelnen Teile des Teams und man erkämpfte auf beiden Seiten des Balls Sieg um Sieg.

Und so war es beim letzten Saisonspiel in Wiesbaden nur durch eine Niederlage der Razorbacks möglich den Oberschwaben den Titel noch zu entreißen. Aber trotz eines schwierigen Spiels und nicht der besten Leistung der Saison jubelten die Ravensburger nach dem Spiel ausgelassen auf dem Feld. Sekunden zuvor hatte zunächst Phil Martial einen Kickoff-Return zum Touchdown zurückgetragen und im letzten Spielzug krönte sogar noch Finn Kearns seine überragende Saison mit einem Fumble Recover zu dem spielentscheidendem Touchdown.

Bezeichnend für die ganze Saison fand man auf dem Meisterschaftsbild den Headcoach nicht wie sonst üblich am Rande des Bildes, sondern mitten in seinem Team freudestrahlend mit dem Pokal in den Händen. Trotz aller Freude äußerte sich der Headcoach schon am Tag nach dem Triumph sehr nüchtern und fokussiert „Natürlich ist die Meisterschaft der Wahnsinn, an die viele außerhalb des Teams zu Beginn der Saison nicht geglaubt haben. Wir haben gezeigt, wozu wir fähig sind. Aber das war für uns nur der erste Schritt“ freut sich Billstein und zeigt gleich das eigentliche Ziel der Razorbacks auf. 2019 soll der Aufstieg gegen die Kirchdorf Wildcats klappen. Nachdem Empfang am 21.09.2019 durch die Stadt Ravensburg und der Eintragung in das goldene Buch der Stadt reisen die Razorbacks und mindestens ein Fanbus am 22.09. nach Kirchdorf, bevor es am 06.10. im heimischen Lindenhofstadion mit der auch in diesem Jahr wieder erstklassigen Unterstützung der Fans in die GFL1 gehen soll.

Foto: Florian Wolf

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Razorbacks verteidigen ihren Meistertitel

Mit der letzten Aktion der Partie wich die Anspannung. Spieler, Trainer sowie die Fans der Ravensburg Razorbacks ließen ihren Gefühlen freien Lauf, nachdem Finn Kearns einen fallengelassenen Ball des Gegners in deren Endzone zurückgetragen hatte (ein sogenannter Fumble-Return-Touchdown) und mit diesen Punkten das Spiel entschied. Alle Rechenspiele, ob die Oberschwaben auch bei einer Niederlage bei den Wiesbaden Phantoms noch Meister in der Südstaffel der German Football League 2 (GFL2) werden würden, waren nun endgültig Makulatur. Nach dem 30:24 (14:7, 3:7, 0:7, 13:3) in der hessischen Landeshauptstadt haben die Razorbacks nach Abschluss der regulären Saison einen Sieg mehr als Saarland Hurricanes und die Straubing Spiders auf dem Konto. Als GFL2-Südmeister kämpfen sie nun in der Relegation gegen die Kirchdorf Wildcats (Tabellenletzter der GFL) um den achten und letzten Platz in der Südgruppe des Football-Oberhauses. Und es soll diesmal besser ausgehen als in der vergangenen Saison, als der Meister von 2018 an den Stuttgart Scorpions scheiterte. Doch daran verschwendeten die Ravensburger nach ihrem Sieg keine Gedanken.

„Es ist so ein geiles Gefühl, dass sich die Arbeit der letzten Monate gelohnt hat“, freute sich Cheftrainer Oliver Billstein. Dabei hatte die Saison mit dem kurzfristigen Absprung seines Vorgängers John Harper und Niederlagen in den ersten beiden Heimspielen alles andere als optimal begonnen. „Aber wir wussten, dass wir das fixen und jedes Team schlagen können“, erklärte Billstein. Sieben Siege in Folge – darunter zwei Erfolge gegen den Top-Favoriten Saarland Hurricanes – hatte sein Team eingefahren. Auch Kapitän Sebastian Trabold ist „extrem stolz, was wir als Football Team, aber auch als Organisation geleistet haben“.

Den vollständigen Bericht findet ihr bei unserem Medienpartner schwaebische.de

Foto: Florian Wolf

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Noch 1 Sieg bis zur Meisterschaft

Die Entscheidung über die Meisterschaft in der German Football League 2 Süd (GFL2) ist vertagt. Zwar gewannen die Ravensburg Razorbacks ihr Heimspiel gegen die Darmstadt Diamonds ungefährdet mit 53:7, da aber auch Verfolger Straubing Spiders doppelt punktete, wird die Titelfrage in der GFL2 erst am kommenden Wochenende beantwortet. So richtig rechnete in Ravensburg eigentlich niemand damit, dass sich an diesem warmen Spätsommersonntag eine spontane Meisterfeier im Lindenhofstadion in Weingarten ergeben würde. Zu unwahrscheinlich war, dass Straubing zeitgleich gegen Wiesbaden straucheln würde. Und das hätten die Spiders müssen, um den Razorbacks schon am Sonntag die Titelverteidigung zu ermöglichen. So läuft alles auf den kommenden Samstag zu. Ganz raus aus dem Titelrennen sind auch die Saarland Hurricanes nicht, die bei einer Niederlage der Razorbacks und einem eigenen Sieg gegen die Biberach Beavers gleichziehen würden. Drei Teams hätten damit dieselbe Punktzahl. Für die Titelfrage bräucht es dann wohl einen Rechenschieber. Schon am Samstag trafen sich Hurricanes und Beavers in Biberach zum ersten von zwei Aufeinandertreffen innerhalb einer Woche – die Saarländer gewannen klar mit 50:21 gegen eine Biberacher Mannschaft, der die Luft auszugehen scheint.

Den ganzen Bericht findet ihr bei unserem Medienpartner schwäbische.de

Foto: Florian Wolf

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DKMS Typisierung am Gameday

Die Johanniter Oberschwaben/ Bodensee waren sofort wieder Bereit uns auch beim letzten Heimspiel am 01.09.2019 zu unterstützen.
Denn wir alles wissen, was es bedeutet, sich für ein gemeinsames Ziel einzusetzen und Zusammenhalt zu zeigen.
Auch im Kampf gegen Blutkrebs könnt Ihr als Team viel bewegen. Alle 15 Minuten erhält in Deutschland ein Mensch die Diagnose Blutkrebs. So auch ein Kamerad der Regionalen Sicherungs- und Unterstützungskompanie (RSU KP) „Schwäbische Alb“, der Bundeswehr. Ein Kamerad der Reserve (Die Reserve in Baden-Württemberg), der bei Naturkatastrophen und besonders schweren Unglücksfällen in der Region auch uns unterstützen würde.

Für ihn und andere Patienten ist eine Stammzellspende die einzige Überlebenschance. Jeder gesunde Erwachsene zwischen 17 und 55 Jahren kann sich registrieren lassen. Macht mit bei der #missionwattestaebchen!!!

DKMS Deutschland REGISTRIERUNGSAKTION mit den Die Johanniter Oberschwaben/ Bodensee
am 01.09.2019 ab 13:00 Uhr
Beim Heimspiel:
TeleData Game Day: Ravensburg Razorbacks – Darmstadt Diamonds
Lindenhofstadion
Ettishofer Str. 51, 88250 Weingarten

Vorbeikommen, registrieren und ein Leben retten!

Razorbacks stehen am Sonntag ohne Gegner da

Das hatten wir uns alle anders vorgestellt: die Planungen für den Spieltag waren abgeschlossen, Werbeplakate hängen, die Stadionzeitungen ist gedruckt, die Band hat geprobt, die DKMS Typisierungsaktion bekam super Zuspruch und Razorbacks Veteranen aus dem ganzen Bundesgebiet und dem angrenzenden Ausland hatten sich angekündigt.

Doch am späten Donnerstagabend erreichte die Razorbacks die Hiobsbotschaft aus Gießen.
Der Gegner für das anstehende Heimspiel am 18.08.2019 im Lindenhofstadion, die Gießen Golden Dragons können am Sonntag leider nicht in Ravensburg antreten.

Die Folge: Spielabsage!

Als Grund für die kurzfristige Absage wird seitens Gießens die aktuelle Verletztenliste angeführt – das Team aus der Lahnstadt ist dadurch aktuell nicht spielfähig.
Über die Wertung des Spiels wird nun das Sportgericht entscheiden.

Wir danken allen Fans und allen Freunden der Razorbacks für das riesige Interesse im Vorfeld vor dem Spiel. Das nächste und gleichzeitig letzte Heimspiel in der Saison findet somit am 1.9.2019 statt.

@all Razorbacks Veterans: Alle ehemaligen Spieler die sich bereits für den Spieltag registriert hatten, erhalten in den nächsten Tagen eine Mail mit weiteren Infos.

@DKMS Spendenaktion: Wir planen aktuell die Typisierungsaktion mit den Johannitern am kommenden Spieltag nachzuholen. Weitere Infos folgen.

Vielen Dank für euer Verständnis

ONE TEAM – ONE TARGET – WE ARE RAZORBACKS