Razorbacks gewinnen gegen die Saarland Hurricanes

Kapitän Sebastian Trabold genügten nach dem 26:20 der Ravensburg Razorbacks bei den Saarland Hurricanes zwei Worte, um auszudrücken, was dieses Ergebnis für den Meister der German Football League 2 Süd bedeutet: Schlicht und trotzdem ausdrucksstark „Big Win“ schrieb Trabold am Samstagabend auf seiner Facebookseite. Und hatte damit natürlich vollkommen recht. Nichts anderes als ein „großer Sieg“ war das, was die Razorbacks da aus dem Saarland mit nach Oberschwaben heimbrachten. Denn damit haben sie einerseits von den Hurricanes die Tabellenführung erobert, andererseits nährt dieser Triumph die Hoffnungen auf eine erfolgreiche Titelverteidigung in der GFL2.

Vor der richtungsweisenden Partie hatten beide Mannschaften gar nicht erst versucht, die Bedeutung des Aufeinandertreffens herunterzuspielen. Die Hurricanes etwa bezeichneten es als „die größte Schlacht dieser Saison“. Was dann aber folgte, war eine ganze Halbzeit lang kein Duell auf Augenhöhe, sondern ein Gemetzel.

Die Hurricanes bleiben eine Halbzeit lang ohne Punkt

19:0 für die Razorbacks stand es auf der Anzeigetafel, als die Mannschaften sich nach zwei Vierteln in die Kabine begaben.

Wie das spannende Spiel in der zweiten Halbzeit weiterging könnt ihr bei unserem Medienpartner schwaebische.de nachlesen.

Außerdem findet ihr eine Zusammenfassung als Video in der SR-Mediathek

Foto: Florian Wolf (das Nutzungsrecht für die Bilder kann käuflich erworben werden, eine anderweitige Nutzung ist nicht gestattet)

Razorbacks greifen nach der Tabellenführung

Das Selbstverständnis eines Titelverteidigers scheint bei den Ravensburg Razorbacks wieder intakt zu sein. Drei Siege vor der Sommerpause haben dazu geführt, dass der Meister wieder kräftig um die Spitzenposition in der German Football League 2 (GFL2) mitmischt. Am Samstag (17 Uhr) greifen die Razorbacks im Spitzenspiel bei den Saarland Hurricanes nach der Tabellenführung.

Die bisherige Saison der Razorbacks verläuft holprig: Knappen Auswärtssiegen in Darmstadt (40:33) und Straubing (28:21) zum Start folgten ärgerliche Heimniederlagen gegen Straubing (26:35) und Wiesbaden (35:37). Dann aber spielten sich die Ravensburger frei und dominierten den prestigeträchtigen Schwabenbowl in Biberach (56:23), schlugen das Saarland (24:11) und verabschiedeten sich mit einem Pflichtsieg in Gießen (47:0) in die kurze Sommerpause.

Dass durch die jüngste kleine Siegesserie die Zuversicht wieder zurückgekehrt ist, zeigt Kapitän Sebastian Trabold überdeutlich…

Wie genau sich die Zuversicht zeigt könnt ihr bei unserem Medienpartne schwaebische.de nachlesen.

Foto: Florian Wolf

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Wechsel in der Abteilungsleitung

Vor vier Jahren, 2015, stellten sich die Razorbacks von Grund auf neu auf. Neben dem Umzug ins Lindenhofstadion nach Weingarten, der Etablierung der Razorbacks in der GFL und dem Aufbau einer zweiten Mannschaft als Entwicklungsprogramm wurde auch die Abteilungsleitung umgebaut.

So sollte die Verantwortung zukünftig von mehreren Schultern getragen werden. Das erste so aufgestellte Management bestand damals aus Frank Kienzle (Abteilungsleiter), Alexandra Kienzle (Leiterin Finanzen), Sascha Merkel (Leiter Events / Heimspiel), Mahmut Bascuhadar (Leiter Sport) und Johannes Landherr (Leiter Marketing / Sponsoring).

Gerade letztgenannter sorgte gleich zu Beginn seiner Amtszeit für Wirbel indem er seine Vision für die Razorbacks präsentierte. Seine Ideen klangen einfach zu verrückt und seine Ziele schienen einfach unerreichbar. Unter anderem wollte er innerhalb von fünf Jahren regelmäßig vor 1.500 Zuschauern in einem richtigen Stadion spielen und die Razorbacks zu einer festen Größe in Oberschwaben machen und sich sportlich in der GFL etablieren.

2019 muss man Landherr bescheinigen, dass er 2015 mitnichten verrückt, sondern eher visionär war. Spätestens mit dem Gewinn der Meisterschaft in der GFL 2 Süd in der Vergangenen Saison, war die Vision Wirklichkeit geworden. Nun reicht Landherr den Staffelstab aber weiter. Nicht etwa, weil er nicht mehr an seine Vision glauben würde, sondern weil ihn seine berufliche Situation inzwischen nach Frankfurt geführt hat. Auf Grund der Distanz sieht Johannes Landherr sich nicht in der Lage als Mitglied des Managements die Razorbacks weiter zu entwickeln und an der nächsten Vision mitzuarbeiten.

Diese Rolle übernimmt ab sofort Ronny Rühlemann, welcher schon in den letzten zwei Jahren neben Sponsoring und Social Media immer mehr Themen im Operativen Bereich von Landherr übernommen hatte. Johannes Landherr wird aber nicht gänzlich den Ravensburgern den Rücken kehren, sondern Ron Rühlemann und das gesamte Management in strategischen Themen beratend zur Seite stehen.

Die Ravensburg Razorbacks bedanken sich sehr herzlich bei Johannes Landherr für seine Impulse, Visionen und seine Arbeit in den letzten Jahren und freuen sich mit Ron Rühlemann einen würdigen Nachfolger gefunden zu haben.

Foto: Florian Wolf

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Ravensburg Razorbacks setzen auf Europa

In den höchsten deutschen Ligen ist American Football ohne sogenannte Importspieler aus den Vereinigten Staaten und Kanada nicht mehr denkbar. Aber mehr und mehr wechseln auch Spieler aus den europäischen Nachbarländern zu deutschen Teams. Auch die Footballer vom TSB 1847 Ravensburg e.V. haben immer mehr europäische Spieler im Kader der ersten Mannschaft.

„Mit unserer ländlichen Lage ganz im Süden Deutschlands haben wir sehr selten Spieler aus anderen deutschen Topteams die nach Ravensburg wechseln“ beschreibt Abteilungsleiter Frank Kienzle die Situation für die Razorbacks. „Mit unserer Nähe zu Österreich und der Schweiz konnten wir in den letzten zwei Jahren schon einige gute Spieler für uns gewinnen.“

Dass die Oberschwaben auch in der Zukunft auf Europa setzen, zeigt die zukünftige Kooperation mit den Antwerp Argonauts. Das Team aus der belgischen Football Liga hat seit diesem Jahr mit Sascha Brändle einen ehemaligen Ravensburg Razorback als Headcoach. Seit Brändles Wechsel riss der Kontakt zu den Oberschwaben nicht ab und so entstand auch die Idee der Kooperation. „Die GFL und GFL 2 zählen zu den stärksten Ligen Europas. Aber auch in Belgien gibt es einige herausragende Spieler, die das Potenzial haben, auf diesem Level zu spielen.“ So Brändles Einschätzung der belgischen Liga. Seine Ziele mit der Kooperation beschreibt er folgendermaßen: „Mit der Kooperation wollen wir zum einen unseren Spielern die Möglichkeit bieten, sich für diese Liga zu empfehlen und zum anderen natürlich auch belgische Talente mit dieser Perspektive zu uns locken“ Brändle übernimmt hierbei das Scouting für sein ehemaliges Team und unterstützt bei der Kontaktaufnahme.

Einen ersten Erfolg kann die Kooperation jetzt schon vorweisen. Mit Cian Borra wechselte in den vergangenen Wochen ein Spieler der Argonauts nach Oberschwaben und wusste im Spiel gegen die Gießen Golden Dragons zu überzeugen. Bei seinen insgesamt sechs Laufversuchen konnte er insgesamt 62 Yards erlaufen und erzielte damit einen überragenden Durchschnitt von 10.3 Yards pro Versuch. „Cian bringt uns noch mehr Flexibilität in unsere Offense“ freute sich Headcoach Billstein schon vor dem Spiel und resümierte nach dem Spiel „Er hat sowohl bei den Laufspielzügen, als auch als Passblocker überzeugt. Ich freue mich ihn nach der Sommerpause häufiger auf dem Feld zu sehen.“

Im Rahmen der Kooperation werden auch die Ravensburg Razorbacks ihren Anteil haben. Neben der Einstiegsmöglichkeit in die GFL für belgische Talente werden die Razorbacks Ihrem ehemaligen Spieler und Coach Brändle zukünftig bei speziellen Trainingseinheiten zur Weiterentwicklung seines Teams zur Verfügung stehen. So werden die amerikanischen Importspieler der Oberschwaben in der Sommerpause der GFL für ein Minicamp zu den Argonauts reisen und dort ihr Wissen an die belgischen Coaches und Spieler weitergeben.

Die Ravensburg Razorbacks danken den Antwerp Argonauts für diese riesen Chance für beide Teams und freuen sich auf eine hoffentlich langjährige und erfolgreiche Kooperation.

Schrezenmaier Kältetechnik sorgt für das richtige Klima

Welche Zahnräder und helfende Hände alles ineinander greifen müssen, um einen Spieltag der Razorbacks zu einem Event für die Zuschauer zu machen, bekommen die meisten Besucher des Lindenhofstadions natürlich nicht mit. 2019 gab es eine Veränderung am Event die jedem Besucher aufgefallen ist: Auf Grund von immer höheren Anforderungen und Auflagen haben sich die Razorbacks entschieden die Bewirtung mit Speisen in professionelle Hände zu geben.

Mit dem Gasthof Rössle wurde hierfür ein lokales Unternehmen gefunden, welches genau dem Anforderungsprofil der Razorbacks entspricht. Neben dem klassischen Catering mit Wurst, Steaks und Burgern führt das Rössle dieses Jahr auch erstmals die Bewirtung der VIP Alm durch. Hier soll es den Ehrengästen und Sponsoren der Ravensburger an einem Spieltag an nichts fehlen, so dass es neben einer gut bürgerlichen Küche auch immer eine reichhaltige Salatbar gibt. Um diesen Salat den ganzen Spieltag frisch und kühl zu halten fehlte den Razorbacks aber zu Beginn der Saison noch eine passende Kühlmöglichkeit, da sich eine Kühlung in einem Kühlschrank als unpraktikabel herausstellte.

Zum Glück heißt der Hauptsponsor der Oberschwaben Schrezenmaier Kältetechnik und ist ein absoluter Profi im Bereich der Kältetechnik und Kühlmöbel. Entsprechend wandten sich die Ravensburger an ihren Hauptsponsor und natürlich hatte er ein perfekt passendes Kühlmöbel für seine Footballer aus Oberschwaben und brachte dieses sogar höchst persönlich vorbei. Ab sofort können nun auch die Salate an den Spieltagen perfekt in der Salatbar von Schrezenmaier Kältetechnik gelagert werden. Die Ravensburg Razorbacks danken ihrem Hauptsponsor für die wieder einmal perfekte Lösung.

 

NFL-Berühmtheit besucht Heimspiel der Razorbacks

Manche Dinge, die passieren so nur einmal im Leben. Dazu zählt sicherlich auch der Besuch einer echten Berühmtheit des NFL-Kosmos: Alan Roach. US-Amerikaner Alan Roach ist „die“ Stimme der NFL. Er ist der offizielle Public Adress Announcer (zu deutsch: Stadionsprecher) des NFL-Superbowls seit 2006. Zudem Stadionsprecher der NFL-Teams Denver Broncos und Minnesota Vikings, die Stimme diverser olympischen Spiele, von MLB-Baseball- und NHL-Eishockey-Events und der letzten FIFA-Fußball-Weltmeisterschaft. Und dieser Mann, mit seiner so markanten tiefen Stimme, schaut am Sonntagnachmittag einfach mal im oberschwäbischen Ravensburg-Weingarten zum GFL 2 Spiel vorbei. Mehr als ein beeindruckendes „wow“ kommt einem da vor lauter Erstaunen kaum über die Lippen.

Alan Roach ließ es sich natürlich nicht nehmen unser Stadionsprecher-Duo Bernd Fischer und Sven Rautenberg bei der Einlaufzeremonie zu unterstützen. Unverkennbar raunte er ins Mikrophone „Llaaadies and Gentleman, welcome to Rrrrazordome! Today – it‘s Saarland Hurricanes and your Rrraazorbacks!“. Dass die Zuschauer nach seinem eindrucksvollen Shoutout völlig aus dem Häuschen waren, verwundert da kaum. Alan und seine Frau Jen genoßen den Football-Tag anschließend sichtlich und waren ehrlich beeindruckt von der Kulisse im Razordome. Das Essen, die Atmosphöre, das Bier, die ganze Organisation, er fand nur lobende Worte. Zitat: „It was an amazing super incredible awesome fun-filled day!“

Da kommt natürlich die Frage auf: Wie bekommt man eine solche Persönlichkeit Sonntagmittags ins Stadion? Für die Antwort müssen wir ein klein wenig ausholen. Die Geschichte fängt bei unserem Stadionsprecher Sven Rautenberg an. Sven moderiert seit vielen Jahren auch internationale Events wie Weltmeisterschaften, Europameisterschaften, Champions League, etc. in verschiedenen Sportarten und pflegt ein entsprechendes Netzwerk. Im Rahmen dieser Tätigkeiten beschäftigt er sich außerdem auch mit der Frage wie Entertainment in 5-10 Jahren aussehen könnte. Während seiner Recherchen hat er als möglichen Kontakt auch den besagten Alan Roach identifiziert. Sven hat Alan dann auch direkt angeschrieben; im Zeitalter von Facebook ja kein Problem. Dieser Alan Roach hat aber auch zügig geantwortet und im Handumdrehen kam es zu einem längeren Gespräch über Skype. Dabei stellte sich heraus, das Alan Ende Juni zwei Spiele der MLB-Series in London moderiert und davor noch Urlaub in Europa machen will. Alans Wahl des Urlaubsortes fiel auf Konstanz und so bot sich Sven kurzerhand als persönlicher Fremdenführer an. Ein Programmpunkt dieser Urlaubstour sollte dann ein Football-Day am Heimspiel-Sonntag im Razordome sein. 

Aus Planung wurde Wirklichkeit und damit hatten die gut 1.500 Zuschauer ein Stückchen NFL zum „anfassen und erleben“ in Weingarten. Für Sven selbst war es ebenfalls eine unglaubliche Erfahrung, sich mit einem so erfahrenen Stadionsprecher austauschen zu dürfen. Alans Besuch konnte vielen Fans ein Lächeln aufs Gesicht zaubern und so manches unvergessliches Foto landete auf den Smartphones. Wir alle – als Fans des Sportes und des Events American Football – danken dir lieber Sven für deinen persönlichen Einsatz und dafür, dass du uns diesen unvergesslichen Tag ermöglicht hast.

Manchmal sind Hürden gar nicht so groß, wie sie scheinen und mit engagiertem Einsatz lassen sich scheinbar unmögliche Dinge, möglich machen.

Foto: Florian Wolf

(das Nutzungsrecht für die Bilder kann käuflich erworben werden, eine anderweitige Nutzung ist nicht gestattet)