Razorbacks verlieren erstes Heimspiel

Erste Niederlage im dritten Saisonspiel: Titelverteidiger Ravensburg Razorbacks musste in der GFL2 beim ersten Auftritt im Lindenhofstadion ein verdientes 26:35 (14:0, 6:21, 0:6,  6:8) gegen die Straubing Spiders hinnehmen. Die Spiders nahmen am Sonntagnachmittag damit erfolgreich Revanche für die Niederlage eine Woche zuvor.
Mit versteinerter Miene lief Razorbacks-Headcoach Oliver Billstein nach dem Spiel gegen die Spiders über den Rasen des Weingartener Lindenhofstadions. Es sah erst so aus, als wolle er den Schauplatz seiner ersten Niederlage als Hauptverantwortlicher der Ravensburger Footballer einfach nur noch verlassen. Doch tatsächlich sammelte er sich in diesen Sekunden nur, kehrte dann in Richtung seiner Mannschaft um, versammelte alle – und ließ eine Rede folgen, in der so gar nichts von guter Laune zu spüren war, für die Billstein sonst gerne zuständig ist. „Ich bin der Meinung, dass wir das Spiel nicht verloren haben, weil wir die schlechtere Mannschaft waren. Wir wussten genau, was passieren wird. Für mich lag’s daran, dass wir mental nicht auf der Höhe waren. Bei jedem einzelnen Spieler hätte es etwas mehr sein können. Das gilt es zu beheben für die nächsten Spiele.“

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Razorbacks gewinnen nach „Herzschlagfinale“

Zweiter Saisonsieg für die Ravensburger Footballer in der German Football League 2 Süd

Oft sagen Sportler, dass es kaum auszuhalten sei, einem Spiel der eigenen Mannschaft zusehen zu müssen und nicht eingreifen zu können. Sebastian Trabold, verletzter Kapitän der Ravensburg Razorbacks, machte da am späten Samstagnachmittag keine Ausnahme. Nach dem 28:21 bei den Straubing Spiders, dem zweiten Saisonsieg für den Titelverteidiger, klang Trabold ein bisschen wie nach der Sichtung eines Ufos.

Er brauche ein neues Herz, sagte Trabold, etliche Haare würden ihm zudem fehlen. Was war passiert? Knapp zwei Minuten vor dem Ende waren die Razorbacks mit 20:21 in Rückstand. Ihr super zuverlässiger Wide Receiever Michael Mayer hatte ein paar Minuten zuvor mit einer Knöchelverletzung vom Platz gemusst. Es sah nicht gut aus für den Titelverteidiger. Doch dann passte auf einmal alles. Mit einigen guten Pässen und einem auf den Punkt konzentrierten Christian Steffani, gelang doch noch der Touchdown, den Finn Kearns mit einem Zwei-Punkte-Spiel veredelte. 28:21 für Ravensburg.

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Razorbacks haben neuen Linebacker

Nachdem Eddrick Harris die Razorbacks schon in der Saisonvorbereitung auf Grund von Heimweh verlassen hatte, mussten die Ravensburger zunächst ihre Defensive umbauen. „Der Verlust von Eddrick hat unsere Defensive durcheinandergewirbelt. Aber ich bin stolz, wie unsere Spieler mit der Situation und der Herausforderung umgegangen sind“ resümiert Headcoach Oliver Billstein „wir haben uns aber auch sehr zeitnah mit möglichen Kandidaten aus den USA beschäftigt“.
Diesen haben die Oberschwaben nun mit William Lloyd gefunden. Der 24-jährige aus Rosedale Mississippi begann seine Kariere am East Mississippi Community College, wo er innerhalb von zwei Jahren zwei State Championships und zwei nationale Meisterschaften feiern durfte. Daraufhin wechselte er an die Troy University nach Alabama. Hier spielte er sowohl auf der Position des Linebacker als auch als Safety und wusste zu überzeugen. Trotzdem bezeichnet der bescheidene US-Amerikaner seine Verpflichtung für die Razorbacks als ein Highlight seiner Karriere.
Nach dem kurzfristigen Wechsel des Headcoaches übernimmt Lloyd neben seinen Aufgaben auf dem Feld auch wichtige Funktionen als Assistenztrainer. Auf Grund seiner Erfahrungen unterstützte er schon vor dem ersten Spiel Head Coach Oliver Billstein bei der Entwicklung eines Spielplans für Darmstadt. „Ich wollte immer dorthin, wo ich den Unterschied machen kann und außerdem habe ich hier die Möglichkeit mein Wissen mit dem Team zu teilen und so alle besser zu machen“ so Lloyd über seinen Wechsel nach Ravensburg.
Schon beim ersten Spiel in Darmstadt zeigte er, dass er eine Bereicherung für die Razorbacks ist. Neben 13 Tackles auf dem Spielfeld analysierte er auch zwischen den Spielzügen die Fehler der Ravensburger und stellte so zusammen mit Billstein die Defensivreihen ein. „Mit William ist uns ein Glücksgriff so kurz vor der Saison gelungen. Sowohl als Spieler als auch menschlich passt er perfekt zu uns“ freut sich Billstein über seine jüngste Verpflichtung. Die Fans werden Lloyd das erste Mal beim Heimspiel gegen Straubing am 26.05.2019 im Lindenhofstadion sehen.

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Razorbacks starten mit Sieg gegen Darmstadt

Die Erleichterung war Spielern und Trainern der Ravensburg Razorbacks deutlich anzumerken. Mit 40:33 (14:7, 7:9, 0:14, 19:3) hatte der Vorjahresmeister der German Football League Süd zum Saisonauftakt beim Aufsteiger Darmstadt Diamonds gewonnen. Zwischenzeitlich lagen die Razorbacks mit neun Punkten zurück. „Wir sind mit einem blauen Auge davongekommen“, sagte Widereceiver Michael Mayer.

Cheftrainer Oliver Billstein war nach den turbulenten letzten Tagen einfach nur „froh, dass wir uns am Ende fangen konnten“. Nach dem unerwarteten Abschied von John Harper hatte der Sportliche Leiter auch das Kommando an der Seitenlinie übernommen.

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Europa will nach Ravensburg

Die Meisterschaft in der GFL2 Süd 2018 verschafft den Ravensburg Razorbacks ein hohes Ansehen in ganz Europa. Seit der Meisterschaft zeigt sich die durch unzählige Bewerbungen aus allen europäischen Ländern von interessierten Spielern. „Wir hatten noch nie so viele Anfragen von Spielern aus Europa, die zu uns kommen wollen“ freut sich Vorstand Frank Kienzle über das gestiegene Interesse. Auch der sportliche Leiter Oliver Billstein sieht hier eine positive Entwicklung „Wir setzen ganz klar auf die eigene Jugendarbeit und auf die Ausbildung von Quereinsteigern durch die zweite Mannschaft. Hier konnten wir schon das letzte Jahr erste Ergebnisse sehen. Dennoch haben wir durch den großen Zuspruch aus Europa die Möglichkeit Abgänge von Leistungsträgern oder langwierige Verletzungen kurzfristig adäquat zu kompensieren.“ Diese neue Möglichkeit wurde von den Oberschwaben nun auch genutzt. Nach einigen Abgängen aus persönlichen Gründen und den Verletzungen von Center Martin Kreh und Tackle Sebastian Trabold haben die Ravensburger zwei europäische Spieler für die Offensive Line Verpflichtet.

Mit José Rafeal Ariza Paredes wird 2019 erstmals ein Spanier den Helm für die Razorbacks überziehen. Der 130 Kilo Hühne spielte zuletzt in der dritten spanischen Liga und lief zudem die letzten drei Jahre für die spanische Nationalmannschaft auf. Neben seinen Fähigkeiten in der Offensive Line, wo er jede Position spielen kann, ist er auch noch ausgebildeter Defensive Tackle und bietet somit auch neue Möglichkeiten für die erste Verteidigungslinie der Ravensburger.

Zudem verstärkt mit Lukasz Krysztofiak ein gebürtiger Pole die Angriffsreihen. In Polen geboren wohnt Krysztofiak seit seinem 10 Lebensjahr in England und war mit einer Körpergröße von knapp zwei Metern zunächst im Basketball zuhause. Vor einigen Jahren wechselte er dann die Sportart und spielte zuletzt bei den Tamworth Phoenix in der ersten englischen Liga. Bei den Ravensburgern wird er vor allem die Position des Left Tackles übernehmen und Patrick Bloching entlasten, der diese Position in der letzten Saison und parallel zu seinen Aufgaben in der Defensive Line übernommen hatte.

Bei der Analyse der Meisterschaftssaison 2018 kamen die Ravensburger zudem zum Schluss, dass es in einigen Situationen an Erfahrung und Ausbildung im Defensive Back Field gefehlt hatte. Dies wurde zwar teilweise durch erfahrene Spieler von anderen Positionen wie Wide Receiver Christian Steffani gut ausgeglichen aber im Hinspiel gegen die Saarland Hurricanes und vor allem in beiden Relegationsspielen gegen die Stuttgart Scorpions hat dies nicht ausgereicht. Auf Grund dessen wechselt 2019 mit Finn Kearns ein sehr erfahrener Defensive Back Spieler in die Turmstadt. Der gebürtige Ire lebt seit seinem 15 Lebensjahr in Massachusetts und absolvierte dort sowohl die Highschool als auch das College. Neben seinen drei Jahren an der University of Massachusetts at Dartmouth sammelte er auch Erfahrungen bei UL Visking in Irland. 2018 wechselte er dann zu den Pori Bears in die zweite finnische Liga bevor er 2019 bei den Oberschwaben unterschrieb.

Neben der Position im Backfield der Verteidigung kann Kearns auch als Widereceiver auflaufen wo er 2019 unter anderem auch auf Christian Steffani treffen wird. 2018 wechselte der Österreicher nach der Saison seines Heimatvereins aus Hohenems nach Ravensburg und konnte in der zweiten Hälfte der Saison seinen Beitrag zur Meisterschaft leisten. Begeistert vom Umfeld und vor allem von den Fans bei den Heimspielen hat sich Steffani entschlossen 2019 ausschließlich für die Oberschwaben zu spielen.
„Wir haben sehr gute Spieler in unserer Mannschaft und haben noch viel Potential“ sagt Oliver Billstein „durch die Verpflichtung von europäischen Spielern auf einigen Positionen können wir uns aber mehr Zeit verschaffen, die Spieler richtig auszubilden und so das ganze Team langfristig zu verstärken.“

Foto Steffani: Florian Wolf

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Razorbacks verlieren ihren Headcoach

Eine Woche vor dem Saisonbeginn gegen die Darmstadt Diamonds verlieren die Ravensburg Razorbacks ihren Headcoach John Harper. Auf Grund von dringenden persönlichen Gründen sieht sich Coach Harper gezwungen, in den nächsten Tagen Ravensburg zu verlassen und in die USA zurückzukehren und kann noch nicht absehen, wann er wieder zur Verfügung steht.

Aufgrund dessen übernimmt ab sofort der sportliche Leiter Oliver Billstein interimsmäßig die Position des Headcoaches. Hierbei wird er von Leo Grenz als Offensive Coordinator unterstützt. Coach Harper wird bis auf Weiteres nur beratend zur Verfügung stehen.

„So kurz vor der Saison ist das natürlich ein schwerer Einschnitt in unsere Saisonplanung, aber wir werden die Aufgaben nun auf das verbleibende Trainerteam verteilen und sind uns sicher, dass wir damit auch weiterhin gut für die Saison 2019 aufgestellt sind.“ äußert sich Abteilungsleiter Frank Kienzle zu den aktuellen Veränderungen.

Die Ravensburg Razorbacks danken Coach Harper für alles was er in den letzten Wochen für das Team geleistet hat und wünschen ihm für seine Zukunft nur das Beste.

Fotos: Florian Wolf

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Oberschwaben kann nicht für jeden Heimat sein

Leben in fremden Ländern ist nicht für jeden das richtige. Genauso wie einige Menschen die Sehnsucht nach fernen Ländern und neuen Eindrücken haben, gibt es Menschen, die sich schwer tun ihre gewohnte Umgebung zu verlassen. Dieses als Heimweh bekannte Gefühl hatte der Linebacker der Razorbacks aus Alabama, Eddrick Harris. Auch nach mehreren Wochen stellte sich nie das Gefühl ein, angekommen zu sein in seiner neuen Heimat auf Zeit. Auf Grund dessen bat Harris die Ravensburger nun um die Auflösung seines Vertrags für 2019 und die Rückkehr in die USA. Auch wenn es für die Mannschaft einen herben Verlust darstellt, geht das Wohlbefinden des Spielers in diesem Fall natürlich vor. Und so stimmte die sportliche Leitung um Oliver Billstein der Vertragsauflösung zu. „Natürlich stellt uns der Abgang von Eddrick vor neue Herausforderungen in der Kader- und Saisonplanung. Der Ausfall vor der Saison gibt uns aber die Möglichkeit noch zu reagieren.“ lautet die nüchterne Einschätzung des Vorstands Frank Kienzle. Eddrick Harris ist inzwischen wieder in die USA zurückgekehrt. Die Ravensburg Razorbacks wünschen ihm für seine persönliche Zukunft alles Gute.