Razorbacks beenden Saison auf Platz zwei

Ungefährdeter 42:14-Heimsieg der Ravensburger Footballer gegen Wiesbaden Schwere Verletzung von Price

Mühelos haben die Ravensburg Razorbacks ihr letztes Saisonspiel in der German-Football-League 2 Süd gewonnen. Durch das 42:14 im Weingartener Lindenhofstadion gegen die Wiesbaden Phantoms beenden die American Footballer des TSB die Saison als Vizemeister.

Die Razorbacks gingen mit Verletzungssorgen ins letzte Saisonspiel. Quarterback Will Benson musste wegen einer Oberschenkelverletzung passen, auch Jeremy Niklos und Michael Mayer standen nur in zivil an der Seitenlinie. In Niklos, normalerweise in der Defensive der Ravensburger aktiv, fehlte auch der Ersatz-Quarterback. Den Job des Spielmachers übernahm daher Alexander Borgmann. „Ich habe einen Tag vorher davon erfahren“, sagte Borgmann. „Aber ich habe es früher ja auch schon mal gespielt.“

Für die Wiesbaden Phamtoms ging es um nichts mehr. Die Hessen reisten mit einem stark dezimierten Kader nach Weingarten. Vor einigen Wochen liefen den Phantoms vier ihrer fünf Importspieler davon. Der starke Runningback Cordarious Mann war allerdings auch im letzten Saisonspiel am Start. Auf ihn musste die Razorbacks-Abwehr achten. Er war allerdings auch der einzige Wiesbadener, der für Gefahr sorgte.

Das Spiel war vom Start weg eine extrem einseitige Angelegenheit. Mit dem ersten Spielzug gelang Lennies McFerren ein 50-Yard-Lauf in die Endzone (6:0), Kicker Patrick Reinisch erhöhte auf 7:0. Wiesbaden kam kaum über die Mittellinie, ehe der Ball wieder abgegeben werden musste. Zweimal war es aussichtsreich für die Phamtoms. Einmal ließ Mann allerdings den Ball fallen, dann verhinderten Strafen eine Vorwärtsbewegung der Gäste. Ein Pass von Borgmann auf Gianmaria Mazziotta und der Kick von Reinisch brachten den Razorbacks Ende des ersten Viertels die 14:0-Führung.

Gegner ist chancenlos

Im zweiten Viertel ging es nur in eine Richtung – Richtung Endzone der Wiesbadener. McFerren, der jetzt als Quarterback agierte, gab den Ball zu Aaron Price weiter. Price, eigentlich Defensespieler, tankte sich in die Endzone durch (20:0). Reinisch blieb souverän (21:0). Kurz darauf legte Leon Meiss Wiesbadens Quarterback Niklas Wolbert, der Ball gehörte wieder Ravensburg. Mazziotta machte viele Meter, dann besorgte McFerren den Rest und lief zu seinem zweiten Touchdown. Wiesbaden fand in der Offensive nicht mehr statt. Alexander Cernysov, der ein gutes Startdebüt für die Razorbacks feierte, brachte den Ball tief in die gegnerische Hälfte. „Das ist genau unser Weg, wir wollen auf junge eigene Spieler setzen“, sagte Razorbacks-Abteilungsleiter Frank Kienzle. Price sprang artistisch in die Endzone, Reinisch sorgte mit dem Zusatzkick für das 35:0. Zwar fing Maurice Scheuren für die Phantoms einen Pass von McFerren ab, doch im ersten Angriff von Wolbert holte sich Martin Körber den Ball zurück.

Die letzte Konzentration in der Verteidigung war nach der Pause nicht mehr da, Mann lief 60 Yards zum ersten Touchdown der Wiesbadener (35:6), auch Kicker Peter Müller war erfolgreich (35:7). Im Angriff hakte es bei den Razorbacks ein bisschen, das Fieldgoal von Reinisch wurde geblockt. Doch nach einem Ballverlust von Mann fand Borgmann Mazziotta in der Endzone – es stand 42:7. Robin Gemmerich schaffte im Schlussviertel den zweiten Touchdown für die Gäste (42:14), während bei den Razorbacks die Luft raus war. Ganz zum Schluss gab es noch zwei Verletzungen auf Ravensburger Seite. Price brach sich wohl das Wadenbein, Leon Schiffmann riss sich wohl das Außenbandriss im Knöchel. Platz zwei tröstete aber etwas über die Schmerzen hinweg.

Quelle: schwaebische.de

Fotos: Florian Wolf (das Nutzungsrecht für die Bilder kann käuflich erworben werden, eine anderweitige Nutzung ist nicht gestattet)

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Razorbacks verpassen die Meisterschaft

Entscheidendes Spiel in der German-Football-League 2 Süd geht mit 34:12 an die Kirchdorf Wildcats

Die Ravensburg Razorbacks haben die große Überraschung in der German-Football-League 2 Süd verpasst. Die American Footballer des TSB Ravensburg verloren am Samstag bei den Kirchdorf Wildcats mit 12:34. Damit sind die Kirchdorfer Meister der GFL 2 Süd und stehen in der Aufstiegsrelegation.

Die Partie bei den Bayern hätten die Ravensburger am Samstag gewinnen müssen, um selbst Meister zu werden. „Natürlich ist die Enttäuschung bei den Jungs groß“, sagte Razorbacks-Abteilungsleiter Frank Kienzle. „Aber mit etwas Abstand gesehen ist Platz zwei für uns ein großer Erfolg und ein großer Schritt nach vorne.“ Zum Abschluss der Saison gibt es für Ravensburg am kommenden Sonntag, 10. September, um 15 Uhr noch das sportlich bedeutungslose Spiel gegen die Wiesbaden Phantoms. Die Partie musste am 8. Juli wegen eines Gewitters über dem Weingartener Lindenhofstadion abgebrochen werden. Um Platz zwei abzusichern, muss Ravensburg das Spiel gewinnen.

Zwei Kicks geblockt

In Kirchdorf starteten die Ravensburger am Samstag gut. Die Defensive der Razorbacks ließ die starke Offensive der Kirchdorfer um Quarterback Jadrian Clark nicht zur Entfaltung kommen. Ravensburgs Quarterback Will Benson schaffte im zweiten Viertel den ersten Touchdown zum 6:0, der Zusatzkick wurde jedoch geblockt. Die Razorbacks-Defensive war weiter gut im Spiel, doch Sekunden vor der Pause passte Clark auf Dylan Stepleton zum 6:6. Der Kick der Wildcats ging daneben.

Nach der Halbzeitpause fing Jeremy Niklos zunächst einen Pass von Kirchdorfs Quarterback Clark ab. Benson fand auf der anderen Seite den freien Michael Mayer – Ravensburg führte mit 12:6. Allerdings wurde auch der zweite Zusatzkick von Kirchdorf geblockt. „Vielleicht war das das erste Anzeichen, dass es bei uns nicht ganz so gepasst hat“, meinte Kienzle.

Trickspielzug bringt Wende

Mit einem Trickspielzug glichen die Wildcats aus. Ravensburg fiel auf die Finte rein, Clark warf 50 Yards weit auf Klaus Fischer, der in die Endzone lief (12:12). „Danach war bei uns ein Bruch im Spiel, nichts mehr hat richtig funktioniert“, so Kienzle. Benson leistete sich eine Interception, Jakob Mühlthaler brachte Kirchdorf mit 18:12 in Führung. Auch die „two-point-conversion“ klappte (20:12). Im vierten Viertel schaffte Fischer seinen zweiten Touchdown, wieder klappte die „two-point-conversion“ (28:12). „Bei uns war die Luft raus“, sagte Kienzle. Den Schlusspunkt für den neuen Meister setzte Mühlthaler zum 34:12.

Tabelle der GFL 2 Süd: 1. Kirchdorf Wildcats (19:5 Punkte, 459:325 Touchdownpunkte), 2. Nürnberg Rams (16:8, 525:349), 3. Ravensburg Razorbacks (15:7, 380:367), 4. Gießen Golden Dragons (10:14, 337:339), 5. Wiesbaden Phantoms (9:13, 301:348), 6. Albershausen Crusaders (7:17, 383:505), 7. Fursty Razorbacks (6:18, 299:451).

Quelle: schwaebische.de

Fotos: Florian Wolf (das Nutzungsrecht für die Bilder kann käuflich erworben werden, eine anderweitige Nutzung ist nicht gestattet)

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