John Gilligan wird neuer Headcoach

john-gilligan-2-john-gilligan-links-thomas-miller-rechtsJohn Gilligan wird neuer Headcoach der Ravensburg Razorbacks und leitet die Mannschaft ab sofort. Der 58-jährige US-Amerikaner übernimmt den Posten des Cheftrainers von Thomas Miller, der dem Team erhalten bleibt.

Die zweite Saison in der 2. Bundesliga (GFL2) liegt seit ein paar Wochen hinter den Razorbacks und das Saisonziel, der Klassenerhalt, wurde erreicht. Dennoch gibt es nun einen Wechsel auf dem Posten des Headcoaches. „Wir haben unser Ziel erreicht und auch die Begeisterung für unseren Sport in der Region hält ungebrochen an. Um unsere langfristigen Ziele zu erreichen müssen wir uns jedoch weiterentwickeln – in der Organisation und auf dem Platz“, meint Abteilungsleiter Johannes Landherr. Bereits vor der Saison 2016 hat der bisherige Headcoach Thomas Miller die Vereinsführung informiert, dass er nach über 20 Jahren vollen Einsatz für das Sportprogramm der Razorbacks nun kürzer treten möchte. „Thomas ist ein essentieller Teil der Razorbacks-Familie und er hat uns bis in die 2. Bundesliga geführt. Dafür sind wir ihm sehr dankbar. Uns ist es wichtig, dass wir weiterhin sein Wissen und seine Führungsqualitäten nutzen können“, so Razorbacks-Chef Frank Kienzle. Miller wird das GFL2-Team als Position-Coach unterstützen und zudem am Aufbau des neuen Farmteams der Ravensburg Razorbacks beteiligt sein. Für Mahmut Bascuhadar, den sportlichen Leiter der Footballer, bestand nun die Möglichkeit, den Posten des Cheftrainers mit einer Person zu besetzen, die das Team bereit für den nächsten Schritt in Richtung des langfristigen Ziels, den Aufstieg in die 1. Bundesliga, macht. John Gilligan war sein Wunschkandidat und dieser zögerte nicht lange und nahm das Angebot an. Gilligan wechselte bereits 2015 aus der nordamerikanischen NCAA, wo er als Assistant Headcoach am Elmhurst College tätig war, zu den TSB-Footballern nach Ravensburg. Dort übernahm er das Training der Defensive. Für seine neue Aufgabe hat er klare Ziele: „Das Programm in Ravensburg passt. Die langfristige und strategische Weiterentwicklung hat mich von Anfang an überzeugt. Und doch schlummert noch viel ungenutztes Potential in der Mannschaft. Ich freue mich auf die neue Aufgabe in Oberschwaben“. Sein Sohn Mike Gilligan, der als Strength- und Conditioning-Coach in den USA arbeitet, wird die Razorbacks-Spieler in der Off-Season körperlich für die Konzepte seines Vaters vorbereiten. Vom neuen Headcoach erwartet Kienzle eine Weiterentwicklung der 1. Mannschaft und des Trainerstabs: „John Gilligan ist seit über 40 Jahren Football-Coach und bringt sehr viel Fachwissen mit. Seine Leistung in der vergangenen Saison und seine Persönlichkeit haben uns überzeugt und er wird uns sportlich auf den nächsten Level heben.“ Unterstützung erhalten Gilligan und sein sechsköpfiges Trainerteam zudem von Gray Levy, der vor zwei Jahren die Offensive der Razorbacks zur erfolgreichsten der Regionalliga machte. Später wurde das Team sogar zur Mannschaft des Jahres gekürt. Levy, der während seiner Zeit in Oberschwaben an seinem zweiten Football-Buch arbeitete, steht aufgrund seiner Autorentätigkeit in der kommenden Saison für die Vorbereitung zur Verfügung.

„Ich bin mir sicher, dass wir in der kommenden Saison eine wichtige Rolle in der GFL2 spielen werden und wünsche John alles Gute für seine Arbeit als Headcoach der Ravensburg Razorbacks“, schließt Kienzle ab. Weitere Informationen zur kommenden Saison und zum neuen Farmteam werden die Razorbacks in den kommenden Wochen veröffentlichen.

Razorbacks- U17 siegt beim Heimturnier

u17-in-rvAm vergangenen Sonntag waren die Ravensburg Razorbacks Ausrichter des U17-Landesliga-Turniertages auf dem Kunstrasenplatz des TSB Ravensburg. Vor 100 Zuschauern mussten die Nachwuchs-Footballer der Razorbacks sich dem Liga-Erstplatzierten aus Tübingen klar mit 34:8 geschlagen geben, konnten aber einen 14:0-Erfolg gegen die Mannschaft aus Heidenheim feiern.

Gleich zu Beginn des Spiels gegen die Tübingen Red Knights mussten die oberschwäbischen Footballer einen Rückschlag hinnehmen, denn der Kickoff zur Eröffnung des Spiels wurde von den Gästen gleich in die Endzone der Razorbacks zurückgetragen. Auch die nachfolgenden Angriffsversuche der Razorbacks verliefen wenig glücklich und so musste die Defense um die Captains Lucas Walk und Lennart Präger immer wieder in der eigenen Hälfte aufs Feld um weitere Punkte für Tübingen zu verhindern. Dies gelang auch bis auf einen weiteren Touchdown in der ersten Hälfte. Nach der Halbzeit zeigte sich ein ähnliches Spiel, das von stark aufspielenden Red Knights und einigen individuellen Fehlern der Razorbacks geprägt war. So konnten die Tübinger ihre Führung weiter ausbauen, bis Mitte der zweiten Hälfte Marco Roller ebenfalls bei einem Kick Off alle Verteidiger der Gäste stehen ließ und den Anschluss-Touchdown erzielte. Die Two-Point Conversion erlief Runningback Kacper Hellsztein von der Drei-Yard-Linie. Auch wenn Linebacker Theo Bamberger im weiteren Verlauf noch einen Pass bei einer Two-Point Conversion abfangen und bis in die gegnerische Hälfte retournieren konnte, war aber für die Razorbacks in diesem Spiel nicht mehr drin und so verteidigten die Gäste Ihre Führung bis zum Schluss bei einem Endergebnis von 8:34.

Im weiteren Turnierverlauf gewannen dann die Freiburg Sacristans gegen die ebenfalls angereisten Ostalb Highlanders und unterlagen, wie schon die Razorbacks, den Tübingen Red Knights mit 3:14.

Im letzten Spiel des Turniertages trafen die jungen Razorbacks auf die Ostalb Highlanders. Die Defense begann sehr stark und brachte gleich im ersten Angriffsversuch der Heidenheimer das Ballrecht in günstiger Feldposition in die Reihen der Razorbacks zurück. Die Offense ließ sich nun nicht lange bitten und Runningback Max Knörle erlief mit seinem Run von der 12-Yardlinie den ersten Touchdown gegen die Highlanders. Die Two-Point Conversion misslang, die zwei Punkte wurden aber von der Ravensburger Defense nachgeliefert, denn im nachfolgenden Drive der Gäste konnten die Verteidiger aus Ravensburg die Heidenheimer weit zurückdrängen und einen Safety erzwingen. Darüber hinaus hielt die Defense die Gäste aus Heidenheim auch weiter punktlos. Nachdem die Offense der Oberschwaben ihren verlorenen Rhythmus wieder gefunden hatte, legte Slotback Marco Roller nochmal für die Razorbacks nach. Zunächst konnte er einen Handoff seines Quaterbacks Paul Pfeiffer 40 Yards über das Feld tragen und wenige Spielzüge später auch den vorbereiteten Touchdown selber verwandeln. Die Extrapunkte misslangen. In der zweiten Halbzeit passierte dann punktemäßig nichts mehr und so trennten sich die Kontrahenten mit einem 14:0 aus Sicht der Razorbacks.

Runningback-Coach Pascal Herpel war zufrieden mit der Leistung des Teams. „Gegen Tübingen haben wir uns nicht so gut verkauft. Man muss aber auch sehen, dass wir noch sehr viele junge Spieler im Team haben, die zum Teil ihre erste Saison in Ausrüstung spielen. Wenn die Spieler weiterhin im Training an sich arbeiten, können wir noch einiges an Potential abrufen“. Schon am kommenden Wochenende geht es für die Razorbacks zu ihrem vierten und letzten Turniertag nach Heidenheim. Hier werden sie nochmal auf Tübingen treffen und auf die Spielgemeinschaft der Kornwestheim Cougars / Stuttgart Silver Arrows. Hier hoffen die Razorbacks die Saison zu einem erfolgreichen Abschluss bringen zu können.

Razorbacks-U17 weiterhin erfolgreich

u17_2Die U17 der Ravensburg Razorbacks fährt am zweiten Spieltag einen Sieg und ein Unentschieden in Kornwestheim ein. Der zweite Auftritt der Razorbacks-U17 in der Jugendlandesliga war insbesondere beim Spiel gegen die Freiburg Sacristans überzeugender als noch in der Vorwoche. Die Defense unter der Leitung von Nationalspieler Niklas Herrmann bewahrte sich das ganze Spiel hindurch eine weiße Weste und ließ keinerlei Punkte der Breisgauer zu. Der Angriff der Ravensburger konnte ebenfalls keine Punkte einfahren und so trennten sich die Mannschaften unentschieden. Für die Ravensburg Razorbacks war das Unentschieden dennoch ein Erfolg. In der Vorwoche mussten die Oberschwaben mit einer deutlichen Niederlage gegen die Sacristans das Spielfeld verlassen.

Das zweite Spiel des Turniertags gegen die Ostalb Highlanders aus Heidenheim konnten die Razorbacks im Anschluss mit 14:6 gewinnen. Die erste Halbzeit verlief dabei ganz im Sinne der Ravensburger Trainer. Zuerst lief Valdrin Hoti beim Kick-Off Return mit dem Ball bis fast in die Endzone der Heidenheimer und erzielte nur einen Spielzug später die ersten Punkte des Spiels für die TSB-Footballer. Die Defense setzte ihre starke Leistung aus dem ersten Spiel fort und brachte das Ballrecht nach nur wenigen Spielzügen zurück auf Ravensburger Seite. Nachwuchs-Quaterback Paul Pfeiffer dankte es durch einen weiteren Lauf zum Touchdown und dem erfolgreichen Pass auf Patrick Schlenker bei der Two-Point-Conversion. Leider verloren die Razorbacks nach diesen Punkten den Faden im Spiel. Die Highlanders kamen nach der Pause in Ballbesitz und ließen sich bis drei Minuten vor Spielende nicht mehr davon trennen. Langsam aber sicher bewegten sich die Heidenheimer auf die Endzone der Razorbacks zu. Die Defense fand kein adäquates Mittel um den Drive der Highlanders zu stoppen und hielt diesen zudem noch mit ein paar Strafen am Leben. Kurz vor Ende konnten die Heidenheimer dann tatsächlich auch einen Touchdown zum Endstand der Partie von 14:6 erzielen. In den beiden anderen Partien des Tages konnten die Kornwestheim Cougars als Gastgeber ebenfalls das Team aus Heidenheim schlagen, unterlagen aber den Sacristans aus Freiburg.

Line-Coach Dominik Johann ist trotz des durchwachsenen Spiels gegen die Highlanders zufrieden mit dem Verlauf des Spieltages: „Wir haben das zweite Spiel vermutlich nach dem stärkeren Auftritt gegen Freiburg etwas auf die leichte Schulter genommen und entsprechend nicht so überzeugend gespielt. Wichtig wird es sein, dass wir zum Spiel gegen die Tübingen Red Knights bei unserem Heimturnier am 09.10.2016 wieder zu unseren Stärken zurückfinden.“ Die Tübingen Red Knights hatten in Kornwestheim spielfrei, konnten aber bei ihrem Heimturnier bereits Freiburg schlagen und sind deshalb auch als starkes Team der Liga einzustufen.