USA-Blog – Day 3 “Detroit Downtown”

Nach dem tollen Tag gestern bei den Michigan Wolverines, folgte heute schon das nächste Highlight unserer Reise – das NFL-Spiel der Detroit Lions gegen die Arizona Cardinals. Wir waren gespannt, wie der Vergleich NCAA College Football vs NFL ausfallen wird. Zunächst gab es aber wieder Frühstück auf amerikanische Art – Bagels mit Frischkäse und Lachs.

So gestärkt ging es dann nach Detroit, wo wir uns zunächst mit einem College Spieler trafen, den wir eventuell für die nächste Saison verpflichten wollen. Eigentlich sind wir mit unserem Auswahlverfahren noch nicht so weit um mit ihm über konkrete Details zu reden, aber wir wollten die Gelegenheit nutzen um diesen jungen Spieler kennenzulernen. Für uns ist es besonders wichtig, dass die jungen Spieler die wir für eine Saison verpflichten, nicht nur gute Footballspieler sind, sondern auch charakterlich gut zu uns passen. Wir hatten ein seht nettes Gespräch und konnten gegenseitig viel voneinander erfahren. Dies wird uns sicher hilfreich bei der Auswahl der Spieler sein.

Dann machten wir uns auf den Weg zum Ford Field, dem Indoor Stadion der Detroit Lions. Auf jedem Parkplatz in der gesamten Innenstadt trafen sich die Lions-Fans zum Tailgating. Teilweise wurden dort Parkgebühren bis zu 50 US Dollar verlangt, aber trotzdem waren die Parkplätze voll und es wurde bei lauter Musik und BBQ gefeiert. Der erste Eindruck vor dem Stadium war „Wow“!

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… vor dem Ford Field

Das Stadion mitten in der Stadt war sehr beeindruckend und die Fanshops und Cateringstände waren sehr professionell organisiert. Man merkte sofort, dass in der NFL alles sehr viel kommerzieller ist. Als wir aber auf unseren Sitzen Platz nahmen, wunderten wir uns, dass noch sehr viele Plätze frei waren. Selbst beim Kickoff waren im Stadium, welches ca. 65.000 Zuschauern Platz bietet, immer noch viele Lücken in den Reihen. Erst nach und nach kamen noch mehr Zuschauer, aber im direkten Vergleich mit den über 110.000 Besuchern in Michigan, konnte die Atmosphäre in Detroit nicht mithalten.

... im Ford Field
… im Ford Field

Im Spiel merkte man allerdings schon, dass die NFL die beste Liga ist, denn die Spieler waren technisch besser und schneller. Trotzdem war das Spiel wieder sehr einseitig und gegen Ende dann auch langweilig. Zu Beginn konnten die Lions zwar in Führung gehen und die Stimmung war gut, aber danach machten sie so viele Fehler, dass die Cardinals kein Problem hatten das Spiel haushoch zu gewinnen. Insgesamt sieben Turnover waren auch für die härtesten Lions Fans zu viel. Zunächst wurde es immer ruhiger im Ford Field und dann verließen immer mehr das Stadion. Wir befürchteten schon, dass wir zusammen mit den wenigen Arizona Fans alleine im Stadion sitzen, wenn die Lichter vorzeitig ausgemacht würden.

Auf dem Heimweg nach Ann Arbor stoppten wir an einem Taco Bell, wo uns die Bedienung mit Deutsch Kenntnissen überraschte. Schließlich ist es auch ein Teil unsere Mission hier, die heimische Küche zu prüfen und möglichst viele Fastfood Restaurants zu beurteilen. Bei den leckeren Burritos konnte sich James Bryant auch wieder beruhigen, der sein Geld heute erneut auf das falsche Team gesetzt hatte, da er fest mit einem Lions Sieg gerechnet hatte. Go Blue…

USA-Blog – Day 2 “GO BLUE”

Unser zweiter Tag in den USA stand voll im Zeichen der Michigan Wolverines

Big Blue
Big Blue

Trotz der langen Anreise am Tag zuvor, waren wir am Samstag alle früh wach und konnten es kaum erwarten, uns auf den Weg ins Stadium zu machen. Zunächst gab es aber ein amerikanisches Frühstück: tons of bacon and eggs! Nach einem Einkaufsbummel ging es dann auch schon zum Tailgating. Wieder war uns dabei Frank Kienzles Familie behilflich. Nur wenige Meter vom Michigan Stadium entfernt konnten wir bei Verwandten das Auto abstellen und uns bei Bier und Snacks auf das Spiel einstimmen. Wir waren dabei aber nicht die Einzigen. In der gesamten Ortschaft gab es in den Vorgärten und auf den Parkplätzen Partys in den Farben der Wolverines. Siebenmal im Jahr steht Ann Arbor Kopf, wenn Michigan ein Heimspiel hat. Nicht nur direkt in der Nähe des Stadiums, sondern überall wo man hinkommt tragen die Leute Fanartikel ihres Teams.

RR Coaches go Blue
RR Coaches go Blue

Bevor wir das beeindruckende Stadion betraten, mussten wir uns natürlich auch als Michigan Fans outen und uns entsprechend mit T-Shirts, Kappen und Pullis eindecken. Bis auf Coach James, der für die Northwestern Wildcats war und auch überzeugt war, dass diese das Spiel gewinnen würden. Er sollte eines Besseren belehrt werden… 😉 Als wir ins Stadion kamen, waren wir von den Menschenmassen und der tollen Atmosphäre begeistert. Wo man hinsah dominierten die Farben Gelb und Blau.

Michigan Stadium
Michigan Stadium

Angeheizt von der Marchingband und den Cheerleadern, machten die Fans dann auch schon vor dem Spiel richtig Stimmung. Das sorgte bei uns schon für eine Gänsehaut und als das Spiel losging wurde das Gefühl nach den ersten Plays noch verstärkt (außer bei James, der mit jedem Spielzug immer ruhiger wurde). Michigan war von Beginn an absolut dominant, trug den ersten Kickoff direkt in die Endzone zurück und nachdem sie Northwestern schnell stoppen konnten, machten sie wenige Plaqys später den zweiten Touchdown. Nach wenigen Sekunden führten die Wolverines also mit 14:0 und leider hatten die Wildcats auch im weiteren Verlauf nicht viel entgegen zu setzen, so dass das Spiel sehr einseitig verlief. Trotzdem war es toll die Stimmung im Stadion mit zu erleben und als kurz vor Spielende die Zuschauerzahl bekannt gegeben wurde, sorgte das bei uns für einen weiteren Schauer.

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Das Spiel endete 38:0 für Michigan und insgesamt war es ein toller Tag für uns alle. Spätestens nach einem tollen Abendessen bei Tante Luise und 1- 2 Bier hatte James die Niederlage der Wildcats vergessen und wir schauten uns gemeinsam noch das Spiel  Michigan State gegen Rutgers University im Fernsehen an.

 

USA-Blog – Day 1 …ein sehr langer Tag…

Hallo liebe Razorbacks Family. Wie versprochen berichten wir Euch ab jetzt regelmäßig von unseren Erlebnissen in den Staaten. Vom ersten Tag gibt es nicht viel zu berichten, außer dass er sehr lange war. Am Freitag morgen haben wir uns um 2:00 Uhr getroffen um zusammen zum Flughafen München zu fahren. Ca. 26 Std. später sind wir an unserem ersten Ziel in der Nähe von Detroit angekommen!

Car
The car for the next couple of days!

Von München sind wir zunächst nach Madrid geflogen und von dort weiter nach Chicago. Mit dem Leihwagen sind wir dann mitten durch Chicago gefahren, vorbei an den imposanten Gebäuden der Chicagoer Skyline. Weiter ging es durch Indiana bis Michigan, wo wir bei Frank Kienzles Tante Luise die nächsten drei Tage untergebracht sind. Vielen Dank an dieser Stelle an Luise Kienzle!

Coaches in the USA
Coaches in the USA

Wir sind erschöpft und gehen ziemlich bald ins Bett, aber wir sind auch sehr zufrieden und freuen uns auf die nächsten Tage. Besonders James Bryant fühlt sich richtig wohl seit wir in seinem Heimatland angekommen sind, denn er hat mit allen weiblichen Serviceangestellten geflirtet, die uns im Flughafen, bei der Autovermietung, usw. begegnet sind. 😉

USA-Blog – Razorbacks Coaches in Amerika

Nach über einem Jahr Vorbereitung geht unser Trip in die Vereinigten Staaten endlich los. Am Freitag fliegen wir (Abteilungsleiter Frank Kienzle, Coach Thomas Miller, Coach James Bryant und Coach Leo Grenz) nach Chicago, von wo aus wir mit einem Mietwagen unser erstes Ziel – Detroit – ansteuern.

Reiseroute
Reiseroute

In Detroit, werden wir uns das NFL-Spiel der Lions gegen die Arizona Cardinals anschauen und natürlich werden wir auch das legendäre Michigan Stadium besuchen, wenn die Michigan Wolverines gegen die Northwestern Wildcats antreten. Im weiteren Verlauf unserer Reise geht es zunächst zurück nach Chicago, um dort Coach John „Gilly“ Gilligan, das neuste Mitglied unserer Coaching Crew, zu treffen. Eventuell werden wir uns dann auch den ein oder anderen Spieler anschauen, den wir vielleicht für die nächste Saison verpflichten könnten.

Am Mittwoch machen wir uns auf den Weg zur Graceland University nach Lamoni Iowa. Die Coaching Crew der Universität hat uns eingeladen, hautnah dabei zu sein wenn sich ihr Footballteam, die Yellowjackets, auf das Spiel gegen die Grand View Vikings aus Des Moines, Iowa, vorbereiten. Wir dürfen bei allen Trainingseinheiten, Videoanalysen, Coaches- und Teammeetings dabei sein, um direkt zu erleben wie eine Coaching Crew in einer professionell strukturierten Liga wie der NAIA Division I arbeitet. Natürlich werden wir auch das Spiel ansehen und an den Homecoming Feierlichkeiten teilnehmen, die an diesem Wochenende an der Graceland University stattfinden. Auch bei der Nachbereitung des Spiels am Montag werden wir dabei sein, bevor wir am 20.10. wieder nach Chicago aufbrechen, um den Heimflug anzutreten.

Diese großartige Gelegenheit verdanken wir John Lysinger, der 2009 die Razorbacks in der Offensive Line als Coach und Spieler unterstützt hat und mit uns die Meisterschaft in der Oberliga Baden-Württemberg gewonnen hat. John, der in Graceland studiert und gespielt hat, war uns immer bei der Suche nach neuen amerikanischen Spielern behilflich und hat uns einige Kontakte zu Trainern vermittelt. Er selbst war später auch Coach an der Graceland University und hat unseren Besuch dort in die Wege geleitet.

Wir werden regelmäßig in diesem Blog von unseren Erlebnissen in den USA berichten und hoffen, dass wir viele neue Erfahrungen machen und viel von den Coaches dort lernen um das Programm der Razorbacks weiter zu verbessern.

Razorbacks verpflichten US-Coach für GFL2

Coach John GilliganDie Ravensburg Razorbacks erweitern ihren Trainerstab für die anstehende GFL2-Saison um einen erfahrenen Defense Coordinator aus den USA. John Gilligan (57) war zuletzt Assistant Headcoach am Elmhurst College (NCAA Division III) und unterstützt das deutsch-amerikanische Trainerteam der Oberschwaben rund um Headcoach Thomas Miller.

Das American Football-Team des TSB Ravensburg ist voll in der Vorbereitung angekommen. Das Training für die Zweitliga-Saison hat bereits Ende September begonnen. Bisher setzen die Trainer voll auf den Ausbau der Kondition. So wurde der Sprint-Trainer und deutsche Vizemeister mit der 4 x 100 Meter-Staffel Matthias Rotzler für gezielte Trainingseinheiten verpflichtet. Ab dem Herbst geht es dann um Technik. Bereits hier wird der neue Trainer John Gilligan aus den USA unterstützen, indem er die Videoaufnahmen der Trainingseinheiten sichtet und erste Anpassungen vornimmt. Im Frühjahr 2016 wird Gilligan in Ravensburg erwartet. Der US-Amerikaner freut sich auf GFL2-Saison: „Meine ersten Eindrücke der Razorbacks waren durchweg positiv und ich freue mich auf die Herausforderungen in der GFL2. Meine Aufgabe wird es sein, die Defensive perfekt auf jeden Gegner vorzubereiten und so wenig gegnerische Punkte zuzulassen.“ Die langjährige NCAA-Erfahrung wird dem studierten Betriebswirt hierbei sicherlich von großem Vorteil sein.

Bereits in der abgelaufenen Saison hatten die Ravensburg Razorbacks Trainerunterstützung aus den USA. Gray Levy unterstützte die Offensive und machte diese zum besten Angriff der Regionalliga. Levy ist mittlerweile zurück in seiner Heimat und promotet sein erstes Buch. „Wir haben sehr gute Erfahrungen mit Trainern aus dem Heimatland des Footballs gemacht. Aus diesem Grund haben wir uns für die Verpflichtung von John Gilligan entschieden“, so Headcoach Miller. Das erste Spiel in der 2. Bundesliga steht für Anfang Mai 2016 an. Den Razorbacks bleibt ausreichend Zeit, um das Team fit für die GFL2 zu machen.

Ravensburg Razorbacks steigen in GFL2 auf

GFL LogoOberschwaben ist um eine Bundesliga-Mannschaft reicher. Die Ravensburg Razorbacks spielen ab der Saison 2016 in der German Football League 2 (GFL2), der zweithöchsten Spielklasse im deutschen American Football. Damit krönen sie ihre perfekte Saison 2015 ohne Niederlage.

Das Lindenhofstadion ist seit diesem Jahr die neue Heimspielstätte der Razorbacks. Hier finden die TSB-Footballer mit knapp 700 überdachten Sitzplätzen und mehreren Hundert Stehplätzen den nötigen Platz für das Sport-Spektakel American Football inklusive Rahmenprogramm. Ab kommendem Jahr werden Teams wie Frankfurt Galaxy, die Nürnberg Rams oder die München Rangers in Weingarten gastieren. Denn die Ravensburg Razorbacks haben den Aufstieg in die GFL2 Süd geschafft. Als Meister der Regionalliga Mitte hätte die Mannschaft um Headcoach Thomas Miller eigentlich gegen den Zweitplatzierten der Regionalliga Süd in Play-offs um den Platz in der 2. Bundesliga spielen müssen. Da die Straubing Spiders als Meister der Regionalliga Süd jedoch keine Lizenz für die GFL2 beantragt haben, musste der Play-off-Modus kurzfristig vom Verband geändert werden. Somit spielen die beiden Zweitplatzierten, die Neu-Ulm Spartans und die Gießen Golden Dragons, in der Relegation um den Aufstieg und Ravensburg steigt direkt eine Spielklasse nach oben. „Natürlich hätten wir gerne spannende Play-offs im September gespielt. Allein schon, weil sich die vielen neuen Zuschauer und Fans darauf gefreut haben. Es überwiegt bei uns jedoch die Freude über den Aufstieg.“, so Abteilungsleiter Johannes Landherr. Nachdem bereits das Vereinsmanagement umgebaut, ein neues Stadion gefunden und das Trainingsprogramm fokussiert wurde, haben die Razorbacks mit dem Wiederaufstieg in die zweite Liga die nächste entscheidende Phase der Neuausrichtung mit Bravur absolviert. Ab 2016 kann sich das Publikum auf großartige GFL2-Spiele im Lindenhofstadion freuen. Sascha Merkel, bei den Razorbacks zuständig für das Event abseits des Spielfelds, plant bereits das Rahmenprogramm für die kommende Saison: „Das neue Catering und die Pre-Game-Show mit Live-Bands, Cheerleading, US-Cars und weiteren Highlights sind sehr gut angekommen. Dennoch werden wir uns hier weiterentwickeln und auch in Zukunft den Fokus auf die Unterhaltung der ganzen Familie setzen.“

Sportlich gesehen ist der plötzliche Aufstieg ohne Play-offs eine Vollbremsung. Chef-Trainer Miller muss die Mannschaft nun vom Wettkampf-Modus in Richtung Off-Season herunterfahren: „Wir werden nach dem verfrühten aber verdienten Urlaub zunächst an der Physis und Kondition arbeiten, bevor wir Ende September rechtzeitig in die Vorbereitung für die GFL2 einsteigen. Gemeinsam mit unserem sportlichen Leiter Mahmut Bascuhadar werde ich das Team gezielt auf jeden Zweitliga-Gegner einstellen. Nur so haben wir eine Chance, auch im kommenden Jahr erfolgreichen Football zu spielen.“ Im Herbst wird Razorbacks-Chef Frank Kienzle auf eigene Kosten gemeinsam mit Miller und weiteren Trainern in die USA reisen, um sich an einem College mit großem American Football-Team weiterzubilden und Anregungen für das Programm im Schussental zu holen. Zudem sind die Ravensburg Razorbacks im Oktober erneut mit einem interaktiven Stand auf der Oberschwabenschau vertreten. Hierbei möchten die Footballer wieder gezielt Kinder und Jugendliche für die Nachwuchsteams begeistern.

Nachwuchs-Razorbacks bei den Tryouts zur Landesauswahl

Für das Jugendteam der Ravensburg Razorbacks war die reguläre Saison am Rutensamstag gerade vorbei, als sich 14 Jugendliche einen Tag später auf den Weg nach Ludwigsburg machten, um dort an den Tryouts der U17- und U19-Jugendauswahlteams Baden-Württembergs teilzunehmen. Begleitet wurden sie dabei vom Headcoach der 1. Mannschaft, Thomas Miller, der auch in diesem Jahr wieder zur Coaching Crew der U17-Landesauswahl gehört.

Nachdem sich die U19der Ravensburg Razorbacks am Samstag mit einem 14:14 Unentschieden gegen die Freiburg Sacristans die Vizemeisterschaft in der Jugend-Regionalliga holte, feierte das Team diesen Erfolg auf dem Rutenfest. Vierzehn Spieler mussten sich aber vorzeitig von den Feierlichkeiten verabschieden. Bereits um 10 Uhr startete das Tryout für die Auswahlteams in Ludwigsburg. Nach der Begrüßung durch die Headcoaches der U17- und U19-Auswahl, begann das Training mit einem gemeinsamen Aufwärmprogramm. Danach teilten sich die Altersklassen auf verschiedene Plätze auf und konnten in Übungen vor den jeweiligen Trainern und Koordinatoren ihr Können zeigen. Insgesamt mussten sich die Spieler der Razorbacks dabei mit ca. 200 anderen Jugendspielern aus Baden Württemberg messen.

Die Trainer der Auswahlteams mussten innerhalb der Vormittags- und Nachmittagseinheit den vorläufigen Kader für die diesjährigen Auswahlteams bestimmen. Nach dem Trainingstag wurde der erweiterte Kader der U19-Auswahl direkt bekannt gegeben. Die Ravensburg Razorbacks sind mit fünf Spielern sehr stark vertreten. Leon Schiffmann, Malte Bohner, Markus Haas (vom Spielgemeinschaftspartner aus Schwenningen), Pascal Herpel und Eric Dadgar werden eine Einladung zum ersten Trainingscamp erhalten. Ergänzt wird der Kader durch zwei weitere Ravensburger. Niklas Herrmann und Heiko Birkle, die am Samstag mit der 1. Mannschaft der Razorbacks im letzten Saisonspiel erneut einen Sieg und damit die perfekte Saison holten, wurden aufgrund ihrer starken Leistung im letzten Jahr automatisch in den vorläufigen Kader berufen. Der U17-Kader wird erst zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben.

Razorbacks sind ungeschlagener Meister

Razorbacks-Trier MeisterEs ist geschafft. Die Ravensburg Razorbacks haben am gestrigen Samstag im zehnten und letzten Saisonspiel den zehnten Sieg eingefahren. Damit sind die TSB-Footballer ungeschlagener Meister der Regionalliga Mitte. Im erneut ausverkauften Lindenhofstadion waren die angereisten Trier Stampers chancenlos und unterlagen mit 43:0 gegen die Oberschwaben.

Der “Super-Sport-Samstag“ startete bereits um 11 Uhr im Lindenhofstadion in Weingarten. Die U19 der Razorbacks empfing die Freiburg Sacristans, den direkten Konkurrenten um den zweiten Tabellenplatz der Jugend-Regionalliga. In einem packenden Spiel vor heimischer Kulisse spielten die Teams 14:14 unentschieden. Dadurch sichern sich die Ravensburger Jugendspieler im Aufstiegsjahr den Titel des Vizemeisters. Jugend-Headcoach Matthias Pfeiffer ist mit dem Abschneiden sehr zufrieden: „Mit diesem Erfolg hatte vor der Saison keiner gerechnet. Den zweiten Tabellenplatz haben wir uns hart erarbeitet. Die Spieler haben die Leistung stetig verbessert. Das ist auch meiner Coaching-Crew zu verdanken.” Ab nächstem Jahr werden sieben U19-Spieler den Sprung in die erste Mannschaft machen.

Nach der Pre-Game-Show mit Live-Musik der lokalen Jugendband “Hold US“, liefen die vorzeitigen Meister aus Oberschwaben zum letzten Saisonspiel in die neue Heimspielstätte in Weingarten ein. Angeführt wurden sie von den Bergfest Trommlern und den Cheerleadern der “Blue Stars“. Bereits in den ersten Spielminuten schlugen die Razorbacks hart zu und schüchterten so den Gegner ein. Die Offensive arbeitete sich Yard für Yard in Richtung Endzone und kürte den Angriff mit einem Touchdown des Spielmachers Garret Colao. Sascha Brändle erhöhte mit dem Zusatzkick auf 7:0. Der darauffolgende Trierer Angriff endete mit der ersten missglückten Ballübergabe und so war Ravensburg wieder am Zug. Ein paar Augenblicke später stand Wide-Receiver Michael Mayer in der Endzone und fing den Touchdown-Pass. Dann begann die Stunde der Ravensburger Defense. Harte Tackles, eroberte freie Bälle, Quarterback-Sacks und keine Gnade für den Angriff der Gäste. Die Lineman um Dominik Johann, die Linebacker um Sascha Brändle und das Defensive Backfield um Jeremy Stewart zeigten eindrucksvoll, warum sie die mit Abstand beste Defense der ganzen Liga sind. Die Sportweisheit „Offense wins games, defense wins championships“ trifft bei den Oberschwaben in der Saison 2015 zu. Weitere Punkte von Colao, Mayer und Brändle erhöhten zum 36:0-Halbzeitstand. Mayer erzielte damit seinen 17. Touchdown in der Saison 2015 und ist damit der effektivste Passempfänger der Liga.

In der Halbzeit-Show begleiteten die Bergfest-Trommler Moderator Sven Rautenberg auf das Feld und zum Interview mit Headcoach Thomas Miller, der sich verständlicherweise sehr zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft zeigte. Danach stellten sich die Baseballer der Ravensburg Leprechauns vor und luden die Zuschauer in den extra aufgebauten Battingcage ein. Hier konnte jeder sein Glück am Baseball-Schläger versuchen.

In der zweiten Halbzeit ließen es sie Razorbacks ruhiger angehen und Spielmacher Colao erhöhte im dritten Viertel auf den Endstand von 43:0. Die Trier Stampers steigen nach dieser Niederlage mit Kaiserslautern und Freiburg aus der Regionalliga ab. Direkt nach dem Abpfiff feierten die Razorbacks gemeinsam mit den 700 Zuschauern die Meisterschaft. Hauptsponsor Egon Schrezenmaier überreichte die Medaillen und Ligaobmann André Kröger den Pokal. Zudem präsentierte er das Ergebnis der Publikumswahl. Trainer des Jahres 2015 wurde Michael Anderl von den Gießen Golden Dragons und MVP (Most Valuable Player) wurde Ravensburgs Quarterback Garret Colao. „Ich bin unheimlich stolz auf das gesamte Team. Die beeindruckenden Einzelleistungen von beispielsweise Garret Colao, Michael Mayer, Jeremy Stewart, Kevin Kienzle und Sascha Brändle wären nicht möglich ohne die Mannschaft. Und der Fakt, dass in Ravensburg das Kollektiv der Star und Siegesgarant ist, macht mich sehr zuversichtlich für die Saison 2016.“, so Razorbacks-Chef Frank Kienzle nach dem Spiel. Ob die Razorbacks im September in die Play-offs gegen den Tabellenzweiten aus der Regionalliga Süd um den Aufstieg spielen oder direkt Teil der GFL2 werden, entscheidet sich kommende Woche.

Das Saisonfinale am Super-Sport-Samstag

2015_05_24_rr_sebi_pics_8_minAm Samstag, 25. Juli 2015 steht das Lindenhofstadion in Weingarten voll im Zeichen des American Footballs. Der “Super-Sport-Samstag“ beginnt um 11 Uhr mit einem Spiel der U19 und führt ab 14 Uhr über die Pre-Game-Show zum letzten Heimspiel der regulären Saison für die Ravensburg Razorbacks. Dabei geht es gegen die Trier Stampers um die sogenannte “Perfect Season“ – eine Saison ohne Niederlage oder Unentschieden. Zudem will das Team gemeinsam mit den Zuschauern den Titel feiern. Nach dem Spiel wird der Liga-Obmann den Pokal überreichen und das Publikum kann mit 200 Litern Freibier auf die Meisterschaft anstoßen.

Mit dem Sieg beim Tabellenzweiten aus Gießen, konnten sich die Razorbacks die Meisterschaft in der Regionalliga Anfang Juli vorzeitig sichern und haben nun die einmalige Chance mit dem zehnten Sieg im zehnten Spiel die Saison mit einer makellosen Bilanz abzuschließen. Schaut man auf die Tabelle sollte die Aufgabe für den Meister machbar sein. Die Trier Stampers stehen mit drei Siegen und sechs Niederlagen auf dem siebten Tabellenplatz. Ravensburgs Headcoach Thomas Miller nimmt den Gegner dennoch sehr ernst: „Trier hat sich mit einem Sieg in der letzten Woche die Chance auf den Klassenerhalt gewahrt und wird gegen uns alles geben um diese Chance zu nutzen.“ Seine Mannschaft sei trotz der vorzeitigen Meisterschaft heiß auf das Spiel am Rutensamstag, so Miller weiter. Bei den Oberschwaben fehlen, abgesehen von den Langzeitverletzten, nur wenige Spieler. Dafür müssen die TSB-Footballer erstmals in der Saison auf den US-amerikanischen Trainer Gray Levy an der Seitenlinie verzichten. Dieser reiste am vergangenen Wochenende zurück nach Nevada, um sein erstes Fachbuch über American Football zu promoten. Geht es in diesem Werk um Football speziell in der Hochburg Texas, nutzte Levy die Zeit in Ravensburg für sein zweites Buch. Dieses wird die stark wachsende Randsportart American Football in Europa thematisieren. Levy trainierte nicht nur den Angriff der Razorbacks, er nahm sich auch viel Zeit für die Weiterentwicklung des deutschen Trainerstabs.

Bereits um 11 Uhr startet der “Super-Sport-Samstag“ für die ganze Familie mit dem Spiel der U19 gegen die Freiburg Sacristans. Die Zuschauer können sich auf US-Catering, einen Süßigkeiten-Stand, eine Hüpfburg und weitere Highlights freuen. Die Baseballer der Ravensburg Leprechauns werden mit einem Battingcage vor Ort sein, in dem jeder sein Glück am Baseball-Schläger versuchen kann. Ab 14 Uhr beginnt die Pre-Game-Show für das letzte Ligaspiel der Ravensburg Razorbacks gegen die Trier Stampers. Neben den Cheerleadern wird die regionale Live-Band “Hold US“ mit Coversongs von Linkin Park bis Metallica und eigenen Liedern für eine fantastische Atmosphäre sorgen. Die Bergfest-Trommler werden den Einmarsch des Meisterteams begleiten. So wird der “Super-Sport-Samstag“ seinem Namen wahrlich gerecht. Der Eintritt kostet 5,- € pro Person. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren haben freien Zugang.

Razorbacks sind Meister 2015

Meister 2015

Die Ravensburg Razorbacks sind Meister der Regionalliga Mitte. Die Schwäbische Zeitung hat mit Headcoach Thomas Miller gesprochen und berichtet ausführlich über den Erfolg:

Die Ravensburg Razorbacks sind die beste Mannschaft der Football-Regionalliga Mitte – das steht jetzt auch offiziell fest: Weil am Samstag auch die Gießen Golden Dragons, der einzig verbliebene Razorbacks-Rivale, bei der 18:41-Niederlage chancenlos waren, dürfen sich die American Footballer des TSB Ravensburg nun Meister nennen. Vielleicht reicht das sogar schon für den Aufstieg in die German-Football-League 2.

Am Ende blieb die fette Meistersause aus. Der Mannschaftsbus der Razorbacks rollte in der Nacht von Samstag auf Sonntag erst um 1.30 Uhr in der Heimatstadt des neuen Football-Regionalligameisters ein. Die Rückreise aus Gießen dauerte einfach zu lange, um noch eine große Party auf die Beine zu stellen. „Wir feiern dann in zwei Wochen mit unseren Fans“, sagte Ravensburgs Trainer Thomas Miller.

Krönung der starken Saison

Diese Party hätten sich die Razorbacks aber schon am Samstag verdient gehabt. Denn die American Footballer krönten im bis dato wichtigsten Spiel des Jahres eine bisher bärenstarke Saison. Mit 41:18 schmetterten die Razorbacks den Versuch der Gießen Golden Dragons ab, ihnen die Regionalliga-Krone zu entreißen. Es war der neunte Sieg im neunten Spiel.

„Eine Riesenerleichterung“, freute sich Miller. Denn Gießen hatte zuvor ebenfalls noch keine Partie verloren und hätte mit einem Sieg selbst nach dem Titel greifen können. Bemerkenswert: Die Golden Dragons verzichten – im Gegensatz zu den anderen Teams – auf Importspieler aus Nordamerika. Doch im direkten Duell rückte Ravensburg die Regionalliga-Verhältnisse zurecht. „Wir wussten, dass wir in der Lage sind, sie zu schlagen“, sagte Miller.

Kleine Zweifel dürften aber auch bei Miller aufgekommen sein, als Gießen sich im zweiten Viertel erstmals die Führung schnappte (10:7). „Die erste Halbzeit war ausgeglichen, beide Mannschaften waren gut vorbereitet“, kommentierte der Razorbacks-Trainer. Weil Ravensburgs Top-Receiver Michael Mayer mit einem starken 50-Yard-Lauf aber seinen zweiten Touchdown nachlegte, holten sich die Razorbacks noch vor der Pause den Vorteil zurück.

Ein mickriger Vier-Punkte-Vorsprung, Führungswechsel und ein taktischer Schlagabtausch – das Spitzenspiel war seinem Namen gerecht geworden. In der zweiten Halbzeit verlor es diesen Charakter allerdings. Gießens Verteidigung, die den Ruf als beste der Liga genießt, verlor jegliche Kontrolle über die wuchtige Razorbacks-Offensive. „Gießen hatte Probleme, Sachen anzupassen“, analysierte Miller. „Sie hatten keine Antworten mehr, das war schon ein bisschen Ratlosigkeit.“

Dagegen wütete die Ravensburger Angriffsabteilung. Running Back Stephen Spagnuolo, Wide Receiver Alexander Borgmann sowie zweimal Quarterback Garret Colao füllten das Ravensburger Punktekonto mit weiteren Touchdowns auf. Ein Sonderlob verteilte Thomas Miller an seine Offensive-Line. „Sie haben einen Riesenjob gemacht“, sagte der Trainer. „Sie haben die Löcher für die Läufe gerissen und Garret (Colao, Ravensburgs Quarterback, d. Red.) viel Zeit verschafft.“

Vielleicht direkter Aufstieg

Zwar fanden die Golden Dragons ebenfalls noch einmal den Weg in Ravensburgs Endzone, letztlich fiel der Razorbacks-Sieg mit 41:18 aber sehr deutlich aus. „Von Gießen kam kaum noch Gegenwehr, sie haben schon resigniert“, sagte Miller, der mit Blick auf das letzte Saisonspiel gegen die Trier Stampers (Tabellenachter) am Rutensamstag (15 Uhr, Lindenhofstadion Weingarten) als Ziel ausgibt: „Wir wollen die perfect season.“

Womöglich steht dann auch schon fest, ob die Ravensburg Razorbacks den direkten Wiederaufstieg in die German-Football-League 2 schaffen. Zwar stehen die Play-off-Spiele erst im September an, Miller hält es jedoch für „durchaus wahrscheinlich“, dass der Vizemeister der Regionalliga Bayern gar nicht erst antritt. Dann könnte am Rutensamstag schon die ganz große Sause steigen.

Quelle: Schwäbische Zeitung (Link)